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Datum: Kategorie(n): Kita · Schule · Gesundheit · Bewegung & Sport · Leistungen UKH · Drucken

Online-Spezial: Hessentag 2017 in Rüsselsheim: Ein Erfahrungsbericht

Rüsselsheim, das ist doch die Opel-Stadt? Ja, Rüsselsheim ist die Opel-Stadt. Doch in diesem Jahr war Rüsselsheim mehr. In diesem Jahr war Rüsselsheim die Hessentagsstadt. Zehn Tage lang wurde auf den Straßen der Stadt und am Ufer des Mains, gelacht, getanzt und gegessen. Ganz nach dem Motto „MAIN Rüsselsheim UNSER Hessen“ kamen 1.400.000 Besucher zusammen, um den Hessentag zu feiern. Und wir von der Unfallkasse Hessen waren mittendrin.

Im historischen Stadtpark, dem Verna Park, haben wir unsere Zelte aufgeschlagen mit einem vielseitigen Angebot für Kinder. Glitzertattoos, Hüpfburg, Niedrigseilgarten und viele weitere Möglichkeiten sich auszutoben haben den Kindern viel Spaß gebracht. Und das Wetter hat auch mitgespielt. Zwischen Mainufer und Hessentagsstraße war die Hitze unter den Bäumen des Parks auch ganz gut auszuhalten. Die perfekte Lage bei den teils tropischen Temperaturen. Und obwohl unsere Stände nicht direkt von der Straße aus zu sehen waren, haben doch viele Kinder, Eltern und Großeltern den Weg zu uns gefunden. Aber nicht nur Kinder waren von dem abwechslungsreichen Angebot begeistert: auch andere Besucher wie Mark Weinmeister, der Staatssekretär für Europaangelegenheiten oder Axel Wintermeyer (Mdl), Staatsminister und Chef der Staatskanzlei, haben sich den Spaß nicht nehmen lassen und selbst ein paar Aktivitäten ausprobiert. Herr Weinmeister probierte sich unter anderem an dem Niedrigseilgarten und Herr Wintermeyer stellte sich selbst einmal hinter den Stand und gab die kleinen Geschenke an die Kinder aus.

Ein weiteres Besucher-Highlight war eindeutig der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der uns an unserem zweiten Stand besuchte. Unser zweiter Stand war etwas weiter entfernt von unserem kleinen Paradies im Park, und befand sich – in absolut sicherer Umgebung – auf dem „Platz der Hilfsorganisationen“ zwischen Feuerwehr, DRK und anderen Lebensrettern. Sicherlich war der Besuch auch für Herrn Bouffier ein absolutes Highlight, denn er hat ja von uns auch noch ein kleines selbstzusammengebautes Feuerwehrauto geschenkt bekommen.

Kinderträume wurden auch bei dem Konzert von Detlef Jöcker erfüllt. So viele Kitas und Grundschulen hatten sich für das Konzert angemeldet, dass es tatsächlich notwendig war, ein zweites Konzert zu organisieren. Nach langwierigem hin- und herschieben haben wir es tatsächlich geschafft, ein zweites Konzert noch am selben Tag zu organisieren. Leider entschieden sich einige Kitas und Grundschulen spontan mit kleineren Gruppen anzureisen oder sogar gar nicht. Und das ohne sich vorher (ab-) zu melden. Ganz sicher kann man nicht sagen woher die spontane Meinungsänderung kam, jedoch schwebt die frustrierende Vermutung in der Luft, dass manche Gruppen Angst vor einem Terroranschlag hatten. Dieser Angst und Sorge hat man versucht entgegen zu wirken. Alle Zufahrtswege und kleinen Gassen waren versperrt und bewacht. Außerdem war die Polizei an allen Ecken anzutreffen, zu Fuß, zu Pferd oder auch auf dem Segway. Natürlich hätte eine große Veranstaltung wie der Hessentag ein Ziel für einen Anschlag sein können, doch trotz allem strömten die Menschen in Massen herbei. Von Angst war eigentlich nichts zu spüren, sodass man sich fast sorglos und unbekümmert über das Fest bewegen konnte.

Neben den Unterhaltungsangeboten für Kinder waren wir noch mit einem Stand vertreten, der teilweise von den Kindern überrannt wurde. Denn nachdem die Kids alle Stationen gemeistert und dafür ihre Sticker für den Sicherheitspass bekommen haben, kamen sie mit ihrer vollen Karte zu uns, um sich ein kleines Geschenk abzuholen. Aber wir haben nicht nur Geschenke an Kinder verteilt, sondern auch Flyer und Infomaterial an die Eltern. Phasenweise war unser Stand so von Kindern belagert, dass man beinahe den Überblick verlor. Hauptsächlich dann, wenn der stündliche Melonentest und die große Fahrradhelm Verlosung stattfand. Aber insgesamt war es doch am Stand immer sehr angenehm unter den netten und engagierten Kollegen und Kolleginnen. Denn auch wenn der Stand von Kindern umringt war, brach keinerlei Hektik aus und in den Phasen, in denen weniger Kinder da waren, war auch keinerlei Missmut zu spüren.

Meine Aufgabe war abwechslungsreich und vielseitig, aber auch mit vielen Fußmärschen über das Hessentagsgelände verbunden. Stets mit dem iPad gerüstet zogen wir auf der Jagd nach gutem Filmmaterial über das Gelände und filmten und fotografierten was witzig, interessant oder einfach nur schön war. Nach dem Durchforsten des Materials am Abend, hat meine Kollegin Frau Kraft die besten Momente und Augenblicke zu eindrucksvollen Videos zusammengeschnitten und auf der Facebook Seite der UKH hochgeladen (wer sich die Videos noch nicht angeschaut hat, sollte dies schleunigst tun!). Am nächsten Tag sind wir dann erneut losgezogen und haben zum Beispiel einen Shanty-Chor, eine freche Ziege und weitere Highlights gefilmt.

Der Hessentag war eine unglaublich abwechslungsreiche Veranstaltung. Eigentlich war für jeden etwas dabei. Und wenn man nicht den ganzen Tag in der Sommersonne stehen muss, dann sind auch freche Kinder irgendwie ertragbar. Die zehn Tage des Hessentags waren eine spezielle Erfahrung, die auch von einem Wechselbad der Gefühle geprägt waren. Momente, in denen man absolut nichts mehr sagen und nur noch laut lachen konnte, sowie Stunden, in denen einem einfach alles zu warm und zu laut war. Glücklicherweise haben sich diese auch abgewechselt und irgendwann vergingen die Tage nur noch wie im Flug.

Veranstaltungen wie der Hessentag sind aber auch insgesamt eine tolle Möglichkeit, um Menschen zusammenzubringen, neues Essen auszuprobieren oder einfach mal etwas Spaß zu haben. Zum Abschluss meines kleinen Textes möchte ich nur noch einmal sagen, dass der Hessentag trotz aller Anstrengung viel Spaß gemacht hat und auch sehr lehrreich für mich war. So möchte ich nun alle aufmerksamen Leser an meinem neu errungenen Wissen teilhaben lassen, welches zwar teilweise sehr offensichtlich ist, aber einem doch erst dann klar wird, wenn es zu spät ist.

Fünf Dinge, die ich durch 10 Tage Hessentag gelernt habe:

1. Sonnencreme ist dein Freund, IMMER!

2. Nach ein paar Tagen sollte man auch mal andere Schuhe tragen.

3. Sobald man in einem Poloshirt mit Aufdruck über einen Platz geht, glauben alle man sei Teil der Organisation.

4. Kinder können unglaublich hinterlistig sein, egal wie alt sie sind.

5. Alleine über eine Slackline zu gehen lernt man auch nicht in 10 Tagen intensivstem Training. 

Autor/Interviewer: Isabell Leeser, E-Mail: i.leeser@ukh.de