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Sicherheitsbeauftragte der Kita Sonnenblume in Idstein

Als Mutter von drei Kindern hat man einen besonderen Blick für Gefahrenquellen. Das dachte sich auch die Leiterin der Kita Sonnenblume in Idstein und legte Kerstin Dube (39) das Amt der Sicherheitsbeauftragten ans Herz.

inform: Frau Dube, wie haben Sie die Fortbildung zur Sicherheitsbeauftragten empfunden?

Kerstin Dube: Die Fortbildungen der UKH sind wirklich klasse und informativ. Vieles, was wir während der Fortbildung erfahren haben, konnten wir auch direkt umsetzen. Generell haben wir unsere Kita mit dem neuen Input aus der Fortbildung auf Herz und Nieren geprüft und mögliche Gefahrenquellen beseitigt.

inform: Welche potenziellen Gefahrenquellen waren es, die Sie nach der Fortbildung identifizieren konnten?

Kerstin Dube: Beispielsweise haben wir an allen Türen einen Klemmschutz angebracht. Die größte Gefahrenquelle, nämlich eine Hochebene mit zu schmalen Stufen, wurde zudem zügig abgebaut. Auch als wir neue Bäder bekommen sollten, haben wir uns mit den Sanitärinstallationen an den Hinweisen der UKH orientiert. Beispielsweise, dass Abläufe mit einem Sieb geschützt sind, damit sich kein Kind schneiden kann. Unser Träger hat uns darin unterstützt und die Änderungswünsche schnell umgesetzt. Aber lockere Steckdosen oder Kanten und Ecken auf Kinderhöhe sind wohl die häufigsten potenziellen Gefahrenquellen.

inform: Wie sieht es mit den Gefährdungen für die Angestellten aus?

Kerstin Dube: Die Kita-Leitung hat schon vor einiger Zeit Möbel angeschafft, die erwachsenengerecht sind – damals ein echtes Novum. Häufig gibt es in der Kita nur das kleine Kindermobiliar, und wenn man auf so einem Kinderstuhl einige Zeit sitzt, kann das langfristig ganz schön in den Rücken gehen. Ansonsten ist die Lärmbelastung natürlich ein Thema. Aber bei uns wurde schon vor längerer Zeit Schallschutz installiert. Dabei hat uns unsere Aufsichtsperson von der UKH, Herbert Hartmann, sehr unterstützt. Lärm kann auf Dauer ja auch zur psychischen Belastung werden, was häufig zur Folge hat, dass Betroffene vor dem eigentlichen Rentenalter frühzeitig ausscheiden müssen.

inform: Wie ist die Akzeptanz bei den Kolleginnen? Geraten Sie manchmal in einen Rollenkonflikt?

Kerstin Dube: Die Akzeptanz als SiBe ist sehr hoch. Zudem habe wir eine Leitung, die sehr engagiert ist und sich für unsere Belange einsetzt. Sie hat auch gemeinsam mit mir die Fortbildung zur Sicherheitsbeauftragten besucht.

inform: Wie integrieren Sie die Sicherheitsaspekte in Ihrer Arbeit?

Kerstin Dube: In unserem wöchentlichen Jour Fixe hat jede die Möglichkeit, Dinge anzusprechen, die ihr aufgefallen sind. Sicherheit ist ein fixer Punkt auf der Tagesordnung. Im Personalraum ist auch ein Buch hinterlegt, in das jede von uns Auffälligkeiten in Bezug auf Gefährdungen eintragen kann. So muss man nicht bis zur nächsten Teamsitzung warten, um Wichtiges für alle zu dokumentieren. Man muss aber dazusagen, dass es nicht mehr sehr häufig vorkommt, dass gravierende Mängel auftreten, denn unser Standard ist schon sehr hoch – mal ein kaputtes Fenster oder eine lose Steckdose, das ist auch schon alles. Ich finde, als SiBe kann man viel erreichen, deshalb finde ich das Amt sehr wichtig. Und es ist schön zu wissen, dass die UKH mir bei schwierigeren Projekten, die auf Sicherheit oder Gesundheit abzielen, den Rücken stärkt. 

 

inform Ausgabe 1/2017

Kerstin Dube, SiBe in Idstein

Autor/Interviewer: Cordula Kraft (069) 29972-606, E-Mail: c.kraft@ukh.de