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Datum: Kategorie(n): Sicherheit · Gesundheit · Drucken

Risikoparcours: Instrument für Vision Zero?

Das erste Land ohne tödliche Arbeitsunfälle weltweit zu sein, das ist das Ziel des Arbeitsministe- riums in Singapur als Gastgeber für den diesjährigen XXI. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Die Unfallkasse Hessen war mit insgesamt sechs Beiträgen vertreten, darunter auch mit der Präsentation unseres Erfolgsprojekts „Risikoparcours für Autobahn- und Straßenmeistereien“ (ASM). 

Alle drei Jahre treffen sich Expert*innen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Regierungsvertreter*innen und andere Führungskräfte auf internationalem Terrain, um sich über Fachthemen auszutauschen und sich durch Beispiele guter Praxis Input für die eigene Arbeitsorganisation zu suchen. Initiiert wurde der Kongress von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (ISSA). Mit einem Medienmix von Posterpräsentation, Vortrag und Apps gingen die Fachleute der Unfallkasse Hessen mit insgesamt sechs Produkten an den Start.

Neue Medien

In der Kategorie Multimedia starteten gleich zwei Produkte aus dem Bereich Schülerunfallversicherung. Zum einen wurde die Zecken-App als Handlungshilfe für Kitapersonal auf ihre Leuchtturmfunktion geprüft. Auf der anderen Seite stellte sich die neue UKH App zu Parkour im Sportunterricht der internationalen Konkurrenz. Beide Apps können im Apple Store oder im Google Playstore erworben werden.

Beispiele guter Praxis

In der Posterausstellung wurden sogenannte Best-Practice-Beispiele dem internationalen Messepublikum anhand kurzer Präsentationen vorgetragen. Die drei Themen, die von der UKH präsentiert wurden, sind die Zentrale Erfassung der Arbeitsschutzorganisation (als Instrument für verbesserte Standards bei Sicherheit und Gesundheit), die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz durch einen größeren persönlichen Einfluss auf die eigene Arbeitsgestaltung, und last but not least unser Risikoparcours als neue Methode aus der Praxis, um die Sicherheit für Mitarbeiter*innen in Autobahn- und Straßenmeistereien zu erhöhen und damit der Vision Zero – nämlich einer Welt ohne schwere Unfälle bei der Arbeit – ein Stück näher zu kommen.

Außerdem referierte Präventionsleiter Dr. Torsten Kunz zu den Zielen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie – Arbeitsprogramm Psyche, in dessen Steuerungskreis er den stellvertretenden Vorsitz begleitet. Das Ziel dieses Programms ist, psychische Belastungen an allen Arbeitsplätzen zu reduzieren und somit die Gesundheit aller Mitarbeiter*innen zu schützen und zu stärken.

„Making of Posterpräsentation“

Um den hohen Praxisbezug des Risikoparcours zu den realen Arbeitsbedingungen in ASM zu verdeutlichen, haben wir den realen Alltagssituationen der Mitarbeiter*innen einige Trainingssituationen gegenübergestellt. Bestens geeignete Fotomodelle fanden sich in der ASM Gudensberg. Vielen Dank für die spontane Unterstützung!

 

inform Ausgabe 3/2017

Verdiente Pause: Nochmal ein herzliches Dankeschön an unsere Fotomodelle von der ASM Gudensberg! Bild: Jürgen Kornaker für Unfallkasse Hessen

Liegt ein Gegenstand auf der Fahrbahn, muss dieser schnell und sicher entfernt werden. Bild: Jürgen Kornaker für Unfallkasse Hessen

Bei dichtem Verkehr kann es eine Zeit lang dauern, bis sich eine geeignete Lücke zum Aussteigen auftut. Bild: Jürgen Kornaker für Unfallkasse Hessen

Bei Ausbesserungsarbeiten der Fahrbahndecke ist die Blickrichtung immer zum Verkehr, damit man herannahende Gefahren auch direkt als solche identifiziert. Bild: Jürgen Kornaker für Unfallkasse Hessen

Der Risikoparcours als ein Instrument mit Vorbildcharakter zur Präsentation auf dem Weltkongress

Autor/Interviewer: Cordula Kraft, E-Mail: c.kraft@ukh.de