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Datum: Kategorie(n): Schule · Leistungen UKH · Drucken

Pilotprojekt: Pakt für den Nachmittag in Hessen

Mit dem neuen Schuljahr ist in sechs hessischen Modellregionen das Pilotverfahren "Pakt für den Nachmittag" gestartet. Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Mit dem "Pakt für den Nachmittag" sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 58 Grundschulen in den sechs Pilotschulregionen im Schuljahr 2015/2016 mit dem Pakt starten.

Der "Pakt für den Nachmittag" soll es Eltern erleichtern, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Weitere Ziele sind eine höhere Bildungsgerechtigkeit sowie eine bessere Verzahnung von Vormittagsunterricht und Nachmittagsangebot.

Für die vertragliche Ausgestaltung zwischen Land und Schulträgern und der konkreten Umsetzung vor Ort ist in den vergangenen Monaten eine Rahmenvereinbarung ausgearbeitet worden. Sie wird jeweils für die einzelnen Pilotschulträger individuell ergänzt. In diesen Kooperationsvereinbarungen werden die teilnehmenden Schulen, die angebotenen Module, die Träger der Angebote und die mittelverwaltenden Stellen festgehalten. Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17 Uhr.

Betreuungsangebote sind schulische Veranstaltungen

Bestandteil der Kooperationsvereinbarung ist auch die Festlegung, dass die Bildungs- und Betreuungsangebote im Rahmen des "Pakts für den Nachmittag" schulische Veranstaltungen sind. Während der Teilnahme und auf den Hin- und Rückwegen sind die Schüler gesetzlich unfallversichert. Zuständig ist die Unfallkasse Hessen. Da auch eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil des Ganztagsangebots ist, besteht für die teilnehmenden Schüler auch während der Ferienbetreuung Versicherungsschutz.

Auch für das im Rahmen der Ganztagsbetreuung eingesetzte Betreuungspersonal besteht grundsätzlich gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Die Zuständigkeit richtet sich hier jedoch nach dem jeweiligen Auftraggeber bzw. der Einrichtung, die die Betreuungs- oder Bildungsmaßnahme durchführt.



inform Ausgabe 3/2015

Datum: Kategorie(n): Schule · Leistungen UKH · Drucken
Autor/Interviewer: Alex Pistauer (069 29972-300), E-Mail: a.pistauer@ukh.de