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Datum: Kategorie(n): Sicherheit · Gesundheit · Unternehmen · Versicherungsschutz · Drucken

Unternehmensnetzwerk INKLUSION

In Betrieben mit mindestens fünf schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Beschäftigten, die nicht nur vorübergehend beschäftigt sind, ist eine Schwerbehindertenvertretung (SBV) zu wählen. Die SBV trägt beispielsweise dafür Sorge, dass die Rechte der betroffenen Beschäftigten gewahrt werden. Die SBV ist mit gewissen Rechten ausgestattet und fordert diese im Bedarfsfall beim Arbeitgeber ein. Das hier vorgestellte Unternehmensnetzwerk INKLUSION ist ein bis 30. April 2020 laufendes Projekt, das sich speziell an Arbeitgebende richtet.

Aus der Wirtschaft für die Wirtschaft

Das Unternehmensnetzwerk INKLUSION versteht sich als Anlaufstelle für alle Fragen zu Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen der Betriebe rund um das Thema Inklusion. Als Ansprechpartner für Arbeitgeber in Sachen Inklusion sind zentrale Beraterinnen und Berater unterstützend tätig, die juristische und fachliche Informationen vermitteln.

Das Unternehmensnetzwerk INKLUSION will Offenheit für die betriebliche Inklusion erzeugen und bietet ein bundesweites Beratungsnetz besonders für kleine und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe an. Es will darüber hinaus die Zusammenarbeit von Arbeitgebern mit den Integrationsämtern sowie Integrationsfachdiensten verbessern.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Inklusion im Ausbildungsbereich, um die fachlichen und strukturellen Defizite der unterschiedlichen Akteure abzubauen und die Möglichkeiten einer Beschäftigung von behinderten Menschen herauszuarbeiten. Die Anforderungen und Möglichkeiten der Betriebe stehen dabei im Fokus. Mit Hilfe von regionalen „Runden Tischen INKLUSION“ wenden sich die zentralen Ansprechpartner des Projekts an Führungskräfte und Personalverantwortliche, um den Dialog in den Betrieben zu fördern und diese für eine nachhaltige Inklusion zu gewinnen. Alle Angebote sind für Arbeitgebende kostenfrei.

Neben Jobmessen, Veranstaltungen und Fortbildungen können interessierte Unternehmen über einen regelmäßig erscheinenden Newsletter Einblicke in die inklusive Praxis erhalten. Außerdem können sie sich über diverse Projekte wie den Beratungskompass Inklusion oder verschiedene Apps der beteiligten Bundesländer informieren.

Die Struktur

In acht Bundesländern, darunter Hessen, führen Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation (BAG abR) e. V. das Projekt gemeinsam durch. Beim Unternehmensnetzwerk INKLUSION handelt es sich um einen Zusammenschluss wirtschaftsnaher Bildungseinrichtungen. Im Projekt arbeitet die BAG eng mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) zusammen und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. In Hessen ist das Netzwerk in den Regionen Darmstadt und Frankfurt vertreten.

Am Standort Hessen produzierte das Unternehmensnetzwerk INKLUSION den fünfminütigen Film „Der Schlüssel zum Erfolg – Inklusion“. Dieser zeigt die Erfahrungen von drei hessischen Betrieben, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Er zeigt auch, dass eben diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Unternehmenskultur bereichern und wesentlich dazu beitragen, die Attraktivität von Unternehmen zu steigern. Die Betroffenen selbst gewinnen an Anerkennung und werden als schwerbehinderte Beschäftigte wirtschaftlich unabhängiger.

Ausgleichsabgabe

Alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber haben laut Sozialgesetzbuch IX eine sogenannte Beschäftigungspflicht. Sind in einem Betrieb oder Unternehmen jahresdurchschnittlich monatlich mehr als 20 Arbeitsplätze vorhanden, sind davon mindestens fünf Prozent mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Erfüllt der Arbeitgeber diese Quote nicht, hat er für jeden nicht besetzten Pflichtplatz eine Ausgleichsabgabe an die Integrationsämter zu zahlen.

 

inform Ausgabe 4/2018

 

 

Das Unternehmensnetzwerk INKLUSION will Offenheit für die betriebliche Inklusion erzeugen und bietet ein bundesweites Beratungsnetz an. Quelle: www.unternehmens-netzwerk-inklusion.de

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Autor/Interviewer: Pia Ungerer, E-Mail: p.ungerer@ukh.de