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Datum: Kategorie(n): Präventionskampagnen · Sicherheit · Versicherungsschutz · Versicherungsschutz · Drucken

Wir Azubis – YouTube-Serie von UKH und Fraport AG

Vanessa sitzt in ihrem Wohnzimmer und erklärt den Zuschauer*innen auf der anderen Seite ihres Handybildschirms, wie das so ist: Umziehen für die Ausbildung, plötzlich auf sich allein gestellt sein. Sie ist eine von sechs Auszubildenden am Frankfurter Flughafen, die ihren Alltag für die YouTube-Serie „Wir Azubis“ aufzeichnet. Sie zeigen, dass Sicherheit und Gesundheit keine öden Phrasen für Berufsschüler*innen und Auszubildende sind. Als Influencer*innen ihrer Altersstufe sind sie Vorbilder, motivieren andere und stellen sich dem Dialog bei YouTube und Instagram.

Sicher und gesund durch die Ausbildung!?

Sechs Auszubildende am Frankfurter Flughafen zeigen, wie es geht: Vanessa, Luna, Sabir, Ramen, Andy und Onur filmen ihren Berufsschul- und Ausbildungsalltag mit der Handykamera und nehmen die Zuschauer und Zuschauerinnen mit an Orte, die kein Fluggast je zu sehen bekommt, wie das Innere der 81 km langen Gepäckförderanlage. Dass man in einer so lauten Umgebung einen Gehörschutz tragen muss, ist eh klar. Sie dokumentieren ihre persönlichen Beispiele guter Praxis und zeigen damit, wie selbstverständlich man sicher und gesund durch Ausbildung und Berufsschule kommt.

Auf YouTube (Kanalname „Wir Azubis“) erscheint bis zum Jahresende jeden Freitag eine neue Folge. Bis dahin gibt’s die ganze Woche über News von den sechs „FRAzubis“ auf Instagram (Kanalname „wirazubis“; @wir_azubis).

Die Sensibilisierung für Sicherheit und Gesundheit beginnt so früh wie möglich

Da Schüler*innen die Arbeitnehmer*innen von morgen sind, beginnt stringente Präventionsarbeit konsequenterweise so früh wie möglich. Es ist gesetzlich festgeschriebene Aufgabe der Präventionsarbeit, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen auszubilden, die die Inhalte und Botschaften zu den jeweiligen Zielgruppen tragen. Multiplikatoren und Multiplikatorinnen zu finden, die die Zielgruppe der 15- bis 21-Jährigen erreicht, stellt die gesetzliche Unfallversicherung seit Längerem vor Herausforderungen, gilt sie doch als die „unmobilisierbare Zielgruppe“, deren Lebensrealitäten mit Sicherheit und Gesundheit nicht zu vereinbaren sind. Wenn integrierte Prävention allerdings zur gelebten Praxis werden soll, müssen Vorbilder gefunden werden, die der Unfallversicherung dabei helfen, ihre Themen so früh wie möglich an ihre junge Zielgruppe heranzutragen.

Es geht nur mit guten Vorbildern!

Die theoretischen Lerninhalte sind – gerade an der Berufsschule – durch die sehr gemischten Klassen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Ausbildungslehrgänge nicht spezifisch praxisorientiert. Da fällt es manchmal nicht so leicht, die Konzentration zu behalten. Umso wichtiger ist es, in der praktischen Ausbildung mit Ausbilderinnen und Ausbildern zusammenzuarbeiten, die wissen, wie sie die Auszubildenden für die Sicherheitsaspekte sensibilisieren können und diese auch praxisorientiert vermitteln. Die Ausbilder*innen sind also diejenigen, die sicherheits- und gesundheitsrelevantes Verhalten bei den Auszubildenden säen. Mit ihrer Begeisterung und Haltung steht und fällt die Sensibilisierung und Lust zur Umsetzung für diese Themen bei den Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern – unseren Influencern.

Die Schüler*innen von heute sind Führungskräfte von morgen

Die (Berufs-)Schüler*innen von heute sind unsere Arbeitnehmer*innen von morgen, die als potenzielle zukünftige Führungskräfte weiterhin für den Arbeitsschutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich sein werden oder selbst als Beispiel guter Praxis ein Vorbild für die nachfolgende Generation darstellen können.

Der Alltag der sechs Auszubildenden verdeutlicht, dass es nicht nur in den technischen Ausbildungsberufen auf Sicherheit und Gesundheit ankommt, sondern dass sich eine wertschätzende Kommunikation, gute Führung und die Möglichkeit zur Beteiligung auch auf die Gesundheit der klassischen Bürobeschäftigten auswirkt. Die Azubis reflektieren gemeinsam mit den Userinnen und Usern ihrer Beiträge ihren Ausbildungsalltag und lassen sie hautnah und teilweise live an Arbeitssituationen (und Pausen) teilhaben. Damit werden sie zu Influencer*innen ihrer Zielgruppe.

Eintauchen in die Faszination Flughafen

Luna und Vanessa sind als zukünftige Kauffrauen für Bürokommunikation und als beste Freundinnen viel in der Unternehmenszentrale unterwegs und tauschen sich häufig mit Onur aus, der als angehender Luftverkehrskaufmann sein Büro ganz in der Nähe hat. Die Erfahrungen, die sie beispielsweise durch Referate in der Berufsschule oder in der alltäglichen Büro-Kommunikation machen, teilen sie mit ihren Zuschauerinnen und Zuschauern. Geht es in einer Folge um gute Kommunikation und die Gesprächsregeln von Paul Watzlawick, zeigt die nächste Folge die drei beim Anti-Stress-Training oder beim Gespräch mit der Ausbildungsleitung über Dos und Don’ts beim Vorstellungsgespräch. Dabei handelt es sich nicht um „gescriptete“ Folgen: Die Auszubildenden bekommen also kein Drehbuch oder Drehplan, die sie abzuarbeiten haben, sondern dokumentieren ganz authentisch und spontan ihre Arbeitssituation, die als Beispiel guter Praxis für viele Auszubildende in spe steht.

Sabir, Andy und Ramen machen eine Ausbildung im technischen Bereich und befinden sich als Elektroniker im ersten Ausbildungsjahr hauptsächlich in einer der Ausbildungswerkstätten. Die drei filmen sich häufig gegenseitig dabei, wie sie Schaltkreise zusammenstecken oder Motoren zum Laufen bringen. Selbstverständlich tragen sie dabei ihre Persönliche Schutzausrüstung. So wird auch für die Betrachterinnen und Betrachter das sichere Verhalten in tagtäglichen Arbeitssituationen zur Normalität. Aber auch an ihrem Alltag neben der Ausbildung bei Fraport lassen uns die Auszubildenden teilhaben, beispielsweise wenn Andy zum Blutspenden geht und dabei seine Erfahrungen und Gefühle teilt.

Es sind sechs Azubis zum Anfassen, die neben dem Ernst des Arbeits- oder Schulalltags auch genug Zeit für Späße haben und es dabei schaffen, gerade die Themen eines gesunden Alltags ganz ohne Zeigefinger zu vermitteln. Auf Instagram stellen sie sich gegenseitig kleine Aufgaben, die die anderen bewältigen sollen – da muss auch der große Wurstweck-Liebhaber mal eine Woche lang vegetarisch essen. Aber allen sechs machen genau diese Herausforderungen ungemein Spaß, genau wie ihre Ausbildung am Flughafen. Sie war die beste Entscheidung ihres Lebens bisher.

Also, alle einsteigen und beim Boarding bitte nicht drängeln!

Das Projekt findet unter Federführung der Unfallkasse Hessen in Kooperation mit der Fraport AG statt.

 

inform-Ausgabe 3/2018

Sie sind sechs von 81.000 bei der größten lokalen Arbeitsstätte Deutschlands: (v. l.) Sabir, Andi, Onur, Luna, Ramen und Vanessa.

Bild 1: Geht auch ohne Schutzausrüstung: Bobbycar-Rennen im Tunnel zwischen den Terminals. Bild 2: „Wo chillt ihr am liebsten? Auf dem Vorfeld oder auf der Besucherterrasse?“ Bild 3: Ob in der Werkstatt oder am Ball: Andi macht immer eine gute Figur! Alle Bilder: Bilder: ©Schall & Schnabel

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Autor/Interviewer: Cordula Kraft, E-Mail: c.kraft@ukh.de