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Neue Wege bei der Revision

Um die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Limburg-Weilburg vor einer Revision besser zu informieren und sie für Gefahren und Mängel zu sensibilisieren, beschlossen die Brandschutzaufsicht, der Technische Prüfdienst und die Unfallkasse Hessen, ab 2015 neue Wege zu gehen. Zum Auftakt fand am 7. März in Weilburg eine Info-Veranstaltung für Führungskräfte der Freiweilligen Feuerwehren statt.

Hintergrund

Vor den aktuell anstehenden Revisionen von Pumpen, Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern im Landkreis Limburg-Weilburg lud Kreisbrandinspektor Georg Hauch über den Kreisausschuss die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren zu einer großen Infoveranstaltung ins Gymnasium Philippinum nach Weilburg ein.

Anlass der Veranstaltung war es, die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren über den Ablauf und die Erwartungen an die anstehenden Revisionen zu informieren. Eingeladen waren die Stadt- und Gemeindebrandinspektoren und weitere Führungskräfte des gesamten Landkreises. Insgesamt sind dieser Einladung 120 Verantwortliche gefolgt.

Neuerungen

Für den Technischen Prüfdienst referierte Achim Weck über den üblichen Ablauf der Revisionstage; er erläuterte die zu erwartenden zeitlichen und personellen Ressourcen für die einzelnen Feuerwehren. Wichtige Punkte waren die aktuellen Neuerungen an die Einsatzmittel, die Gerätewartung und -prüfung. Die Besichtigung und Überprüfung der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen finden seit 2004 im Fünf-Jahres-Rhythmus statt. Dabei werden die Mängel an Fahrzeugen, Einsatzmitteln und Feuerwehrhäusern in einem Revisionsbericht zusammengefasst. Die Beseitigung der Mängel liegt in der Verantwortung der Kommunen (siehe unseren Bericht: "Der Technische Prüfdienst für die Freiwilligen Feuerwehren").

Für die Unfallkasse Hessen erläuterte Heike Duffner als zuständige Ansprechpartnerin der Prävention, wie die UKH zukünftig mit den aufgefundenen Mängeln in den Feuerwehrhäusern und an der persönlichen Schutzausrüstung umgehen wird. In Absprache mit der Brandschutzaufsicht der hessischen Regierungspräsidien werden aufgefundene schwerwiegende Mängel konsequent verfolgt. Insbesondere bei baulichen Mängeln wird zukünftig eine Gefährdungsbeurteilung erwartet.

Bis zur Umsetzung der Mängelbeseitigung durch bauliche bzw. technische Maßnahmen ist die erforderliche Sicherheit der Einsatzkräfte durch Alternativen wie organisatorische Regelungen und – wenn zusätzlich erforderlich – persönliche Unterweisungen sowie durch zusätzliche Schutzausrüstung sicherzustellen.

Spannende Ergänzungen

Heike Duffner führte aus, dass die Ausbildung der Motorkettensägen-Führer durch die "DGUV Informationen 214-059, Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Baumarbeiten" wesentliche Änderungen zur ehemaligen "GUV-I 8624" erfährt. Auch die Vorstellung des UKH-Feuerwehrportals und des aktuellen Seminarprogramms wurde mit Interesse aufgenommen.

Seitens des Kreisausschusses rundeten Vorträge von Georg Hauch (Brandschutzförderrichtlinien und Digitalfunk) sowie Kai Brunner vom DRK (Personensuche mit der Rettungshundestaffel) die Veranstaltung ab.

Die hohe Teilnehmerzahl und die rege Abschlussdiskussion zeigen, dass das Programm praxisorientiert war und die Anwesenden zum Austausch untereinander anregte.

Erste Erfolge

Mitte April fand dann die erste Revision im Landkreis Limburg-Weilburg statt. Bis heute wurden in 16 von insgesamt 19 Kommunen Überprüfungen vorgenommen.

Die UKH und der Technische Prüfdienst sind sich einig, dass die Auftaktveranstaltung erfolgreich war. Die einzelnen Feuerwehren sind deutlich besser auf die anstehende Revision vorbereitet und für einzelne Probleme sensibilisiert wurden. In einigen Fällen wurden während der Revision Pläne zur Beseitigung bekannter Mängel vorgetragen.



inform Ausgabe 3/2015

Weitere Informationen

Maßnahmen bei der Gefährdungsbeurteilung sind nach dem TOP-Prinzip (technisch, organisatorisch, persönlich) festzulegen. Nähere Ausführungen finden Sie in der Broschüre "Gefährdungsbeurteilung in der Feuerwehr" (Download: www.feuerwehrportal-hessen.de, Webcode F19).

Das Interesse der Führungskräfte am Thema Revision war groß. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Vorträge aufmerksam.

Achim Weck (links) im Gespräch mit Heike Duffner, UKH, und Georg Hauch

Revisionstermine der Landkreise

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Autor/Interviewer: Heike Duffner (069 29972-261), E-Mail: h.duffner@ukh.de