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Datum: Kategorie(n): Sicherheit · Gesundheit · Kommunale Betriebe · Mitgliedschaft UKH · Drucken

Wein, Sekt und Rosen im Rheingau: Willkommen in Eltville am Rhein!

Neben den drei reizvollen Attributen "Wein-, Sekt- und Rosenstadt" besitzt unser Mitgliedsunternehmen, die Stadt Eltville, eine bezaubernde Altstadt mit zahlreichen historischen Bauwerken – insbesondere die Kurfürstliche Burg sei erwähnt –, mit beschaulichen Plätzen und einer romantischen Rheinuferpromenade. "Chef" dieser Vorzeige-Kommune ist Bürgermeister Patrick Kunkel, der hier seine Stadt vorstellt und die Frage beantwortet, wie ein Bürgermeister mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz umgeht.

Die älteste Stadt im Rheingau

Am Fuße des Rheingaugebirges zwischen Rüdesheim und der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden liegt auf einer 90 Meter hohen Terrasse Eltville am Rhein, die Stadt des Weins, des Sekts und der Rosen, eine liebenswerte Kleinstadt, die auf eine große Vergangenheit zurückblicken kann. Fünfzehn Kilometer stromaufwärts auf der anderen Rheinseite erhebt sich "das goldene Mainz", dessen Geschichte eng mit Eltville verbunden ist. Es waren nämlich die Mainzer Erzbischöfe, die sich das kleine, verträumte Fleckchen im 14. und 15. Jahrhundert zu ihrer bevorzugten Residenz erwählten.

Der historische Ortskern bildet ein ehemals mit einer Stadtmauer umgebenes Viereck. Das Rheinufer mit seinen historischen Bauwerken und den Resten der Stadtbefestigung präsentiert sich heute als ein in mehr als sieben Jahrhunderten von Landesherren, Kirche, Adel und Bürgern geschaffenes Architekturkunstwerk. In einem vierzig Jahre währenden, erfolgreichen Kampf gegen den Bau einer Umgehungsstraße direkt am Rheinufer gelang es, diese am Mittelrhein einzigartige Situation zu bewahren (Quelle: www.eltville.de).

Die Gutenberg-Gedenkstätte in Eltville

Eltville ist übrigens eng mit dem Leben Johannes Gutenbergs verbunden. In der Kurfürstlichen Burg, damals Residenz der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten, heute liebevoll "Wohnzimmer der Stadt" genannt, wurde der Erfinder der Buchdruckkunst nämlich im Jahr 1465 von Adolf II. von Nassau zum Hofmann ernannt und damit für seine bahnbrechende Erfindung geehrt.

Das kleine Gutenberg-Museum im Turm der Kurfürstlichen Burg präsentiert historische Drucke und Druckerei-Utensilien. Es wurde vom Burg-Verein e. V. Eltville eingerichtet und erinnert eindrucksvoll an den Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, der im 15. Jahrhundert in Eltville lebte und wirkte. Im Burgladen steht die historische Florentiner Druckpresse. Hier finden mehrmals im Jahr öffentliche Drucktage statt, an denen Originalgraphiken wie zu Gutenbergs Zeiten gedruckt werden.

Darüber hinaus befindet sich auf der obersten Etage des Burgturms eine Aussichtsplattform. Wer es bis hierhin geschafft hat, wird mit einem grandiosen Blick über Eltville am Rhein, den Rheingau und Rheinhessen bis weit hinein in das Rhein-Main-Gebiet belohnt.

Der Bürgermeister

Patrick Kunkel, verheiratet und Vater von drei Töchtern, ist in Eltville-Martinsthal geboren und aufgewachsen und damit ein "echter Eltviller", was ihm für die Funktion des Bürgermeisters einen gewissen Vertrauensvorschuss einbringt. Der seit 2006 amtierende Bürgermeister ist nach eigener Aussage "überzeugter Rheingauer und überzeugter Europäer"; er hat in Mainz studiert und gehört heute noch dem Eltviller Fanclub des 1. FSV Mainz 05, "den Rheingaunern", an. Befragt zu seinen sonstigen Hobbys gibt Patrick Kunkel seufzend zu, dass er ganztags Bürgermeister sei und damit eigentlich immer im Dienst. "Echte" Freizeit ist rar. Seine Begeisterung für Sport kann er darum nur noch passiv ausleben, zum Beispiel als Fan verschiedener Fußball-Clubs; für eigene sportliche Aktivitäten (früher z. B. Triathlon) fehlt ihm häufig die Zeit. Patrick Kunkel macht darum seine Hobbys zum Beruf: Er gründet Fördervereine, beispielsweise für die Burg, für die Mediathek und für die Bibliothek, und auch die Eltviller Tafel geht auf seine Initiative zurück. Der Bürgermeister pflegt außerdem regen Austausch mit seinen Kollegen in den Partnerstädten Montrichard und Arzens (Frankreich) sowie Passignano sul Trasimeno in Italien. Auch Jugendarbeit genießt bei Patrick Kunkel höchste Priorität, insbesondere im Hinblick auf Schulung der Medienkompetenz der Jugendlichen und auf den Aufbau von gemeinschaftlichem, auch ehrenamtlichem Miteinander (Freiwillige Feuerwehr). Ziel ist es bei all dem, die Bürger in die Arbeit für die Allgemeinheit und in die aktive Mitgestaltung der regionalen Politik einzubinden. Und das so früh wie möglich.

Facebook, Twitter und Co.

Patrick Kunkel: "Ich komme ursprünglich aus dem Kommunikations- und Marketingbereich. Das Reden miteinander und der offene Austausch von Mensch zu Mensch sind mir daher eine Herzensangelegenheit. Als Bürgermeister muss ich "das Ohr am Bürger" haben und Trends erkennen; funktionierende Netzwerke sind ausschlaggebend für bürgernahe Entscheidungen und deren praktische Umsetzung. Ich betreibe "Management by walking" oder auch "Politik an der Wursttheke"... So erreiche ich die Menschen direkt; sie kennen mich und scheuen sich nicht, mich anzusprechen oder sich auch einmal zu beklagen.

Ich nutze zunehmend soziale Medien – am liebsten Twitter –, um in Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern, aber auch mit anderen Ansprechpartnern zu treten. Durch die sozialen Medien entstehen tatsächlich viele persönliche Beziehungen, die mir in vieler Hinsicht bei der Arbeit weiterhelfen. Bei meinen Gängen durch die Stadt fallen mir auch hier und da Dinge auf, die repariert werden müssen.

Schnell ein Foto mit dem Smartphone gemacht und an den Betriebshof geschickt – schon geht alles ganz unbürokratisch seinen Gang. Schließlich lebt die Stadt vom Tourismus, also soll sie sich auch gepflegt präsentieren."

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Als Bürgermeister ist Patrick Kunkel auch gleichzeitig der oberste Arbeitsschützer seiner Stadt. Sowohl er selbst als auch die für Sicherheit und Gesundheit verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung pflegen einen engen und unbürokratischen Austausch mit der Unfallkasse Hessen. Die Schulungen, beispielsweise für SiBe und Arbeitsschutzkoordination, werden gern in Anspruch genommen. Die Portale und Newsletter der UKH liefern in der Regel notwendige Informationen, für weitergehende Fragen nutzt der Bürgermeister gern den "heißen Draht" zur UKH: Kathrin Weis, die die hessischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister exklusiv berät und betreut, sorgt stets schnell für rechtssichere Auskünfte.

Regelmäßig finden in der Stadtverwaltung (92 Beschäftigte) Begehungen und Arbeitsplatzanalysen statt; individuelle Hilfsmittel werden vollumfänglich gewährt. Die Stadtverwaltung verfügt über zahlreiche Ersthelfer und hält zwei Defibrillatoren für den Ernstfall bereit. Die Erzieherinnen in den Kitas werden regelmäßig auf Immunität gegen verschiedene Infektionskrankheiten geprüft und ggf. geimpft.

Fünf Sicherheitsbeauftragte unterstützen Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Vorgesetzte bei der Unfallverhütung und beim Gesundheitsschutz.
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Sicherheitsbeauftragte
sorgen sich täglich um sichere Arbeitsplätze. Der ASA tagt einmal im Jahr mit voller Besetzung.

Patrick Kunkel: "Wir arbeiten kontinuierlich weiter an den wichtigen Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Unser Ziel ist es, jeden einzelnen Beschäftigten dafür zu sensibilisieren. Zum Beispiel zeigen sich Fehlbelastungen leider oft erst nach Jahren. Wir versuchen darum, die Mitarbeiter auch ergonomisch zu beraten und sie durch höhenverstellbare Tische und spezielle Bürostühle zu unterstützen."

 

inform Ausgabe 2/2015

Patrick Kunkel, Bürgermeister von Eltville am Rhein

Die Belegschaft vor dem Burgladen: v. l. n. r.: Susanne Baier, Patrick Kunkel, Ulrike Bergmann, Sabine Prinz, Melanie Großmann, Thomas Merkes, Christel Kaltwasser

Blick auf die kurfürstliche Burg

Bürgermeister Patrick Kunkel vor der historischen Druckerpresse

Katharina Plum (links) und Selina Weiß betreuen den Burgladen und das kleine Museum.

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Autor/Interviewer: Sabine Longerich (069 29972-619), E-Mail: s.longerich@ukh.de