Twitter Facebook Instagram Youtube Xing RSS Snapchat LinkedIn
inform ukh
Datum: Kategorie(n): Schule · Leistungen UKH · Sicherheit · Versicherungsschutz · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Versicherungsschutz · Drucken

Die UKH unterstützt hessische Schulen im Notfallmanagement

Jeder hofft, dass sich tragische Ereignisse und Gewaltakte in einer Schule nur ja nicht ereignen mögen. Trotz aller präventiven Maßnahmen kann man solche schulischen Krisen aber niemals vollständig ausschließen. Damit die Verantwortlichen zur Bewältigung möglicher Gefahren- und Krisensituationen im schulischen Umfeld optimal vorbereitet sind, unterstützt die Unfallkasse Hessen (UKH) schon viele Jahre aktiv das Notfallmanagement der hessischen Schulen, aktuell mit Notfallordnern für die Krisenteams.

Hessen ist gut vorbereitet

Hessen ist gut vorbereitet, wenn es zu schulischen Krisen kommt, und die Schulen werden in konkreten Krisen nicht allein gelassen. Sie werden insbesondere durch das Schulpsychologische Krisen-interventionsteam (SKIT) des Hessischen Kultusministeriums (HKM) professionell im Krisenmanagement und der psychosozialen Notfallversorgung unterstützt. Zusätzlich wird die Arbeit des SKIT auch durch die Kooperation mit der Unfallkasse Hessen (UHK) immer weiter professionalisiert. Jüngstes Beispiel sind die Notfallordner, die die UKH im Zusammenhang mit der Neuauflage des Leitfadens „Handeln in Krisensituationen“ zur Verfügung gestellt hat.

Großschadensereignisse und Krisensituationen bestimmen zum Glück nicht den schulischen Alltag. Aber gerade weil sie nicht alltäglich, aber auch niemals vollständig auszuschließen sind, erfordern sie besondere Vorbereitungen und bewusste Präventionsmaßnahmen aller Beteiligten. Denn nach einer schulischen Krise ist ein schnelles und besonnenes Handeln von Schulleitung, Krisenteams und nicht pädagogischem Personal gefragt. Daher hatte das HKM in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (HMdI) schon vor langer Zeit einen Leitfaden für Schulen („Handeln in Krisensituationen“) erarbeitet, der den Verantwortlichen wichtige Handreichungen und Hilfen zur Gewaltprävention, zur Einschätzung von Gefahrenpotenzial und zum effizienten und zielgerichteten Krisenmanagement gibt.

Anfang dieses Jahres hat das Kultusministerium allen hessischen Schulen die vierte überarbeitete Auflage dieses Leitfadens zur Verfügung gestellt und die Verantwortlichen in den Schulen beauftragt, gemeinsam mit den schulischen Krisenteams die aktualisierten Inhalte der Neuauflage dahingehend zu überprüfen, ob die gegenwärtigen Vorkehrungen für ein professionelles Krisenmanagement ausreichen und die schulischen Krisenpläne ggf. modifiziert werden müssten.

„Akute Krisensituationen erfordern ein schnelles und effektives Handeln. Mit unserem Leitfaden wollen wir unsere Schulen bei einer umfassenden und möglichst professionellen Vorbereitung unterstützen“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz in seiner Presseerklärung vom 26. Februar 2016. Gerade weil es sich hier um unvorhergesehene und außerordentlich belastende Ereignisse handeln könne und es keine standardisierten Verhaltensregeln gebe, „ist eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung notwendiger Handlungsschritte präventiv sehr hilfreich, um im Krisenfall so angemessen wie möglich reagieren zu können“, so Lorz.

UKH finanziert Notfallordner

Erstmals ist der Leitfaden „Handeln in Krisensituationen“ in Verbindung mit einem eigens dafür konzipierten Notfallordner erschienen, den die Unfallkasse Hessen finanziert hat. Der Ordner gibt den Schulleitungen und Krisenteams die Möglichkeit, alle Unterlagen übersichtlich aufzubewahren, schnell griffbereit zu haben und bedarfsgerecht zu ergänzen. Außerdem sind darin die Notfallkarten des HKM und der UKH zur schnellen Kontaktaufnahme nach schulischen Gefahrenlagen enthalten.

Bernd Fuhrländer, Geschäftsführer der Unfallkasse Hessen, erläutert das Engagement der UKH in diesem Zusammenhang folgendermaßen: „Mit unserer Präventionsarbeit möchten wir die Sicherheit und Gesundheit in hessischen Schulen gewährleisten. Unser Engagement soll den Schulen dabei helfen, sich präventiv bestmöglich auf eine – hoffentlich nie eintretende – Krisensituation vorzubereiten.“

Hintergrund

Die UKH engagiert sich schon viele Jahre bei der Unterstützung des Notfallmanagements an hessischen Schulen. Wir tun dies, weil uns ein professionelles Krisenmanagement, wie es in Hessen mit der Verpflichtung zum Aufbau von Krisenteams, der Erstellung von Krisenplänen und der Unterstützung durch die schulpsychologischen Kriseninterventionsteams (SKIT) praktiziert wird, dabei hilft, unseren Auftrag zur Rehabilitation traumatisierter Kinder und anderer Versicherter erfüllen zu können.

Die Bildung von Netzwerken zur Bewältigung von Krisen in und an Schulen unter Einbeziehung von schulpsychologischen Diensten, Krisenteams, Erziehungsberatungsstellen, Jugendhilfe, sonstigen psychologischen Fachkräften sowie Polizei, Rettungswesen, Notfallseelsorge und Kriseninterventionsteams ist nach unserer Überzeugung die beste Voraussetzung für ein effektives Krisenmanagement.

Zur Vorbereitung auf Krisensituationen gehört auch die Aus- und Fortbildung der schulischen Kriseninterventionsteams, welche seit vielen Jahren durch die UKH gefördert wird. Außerdem wurde im Sommer 2015 beim Staatlichen Schulamt Hanau als Pilotprojekt das Konzept „KomPass“ für Lehrkräfte umgesetzt. Dies ist ein webbasiertes Lernportal zur Prävention von schulischen Krisen, das Präsenzveranstaltungen und virtuelles Lernen auf der Basis neuer Informations- und Kommunikationsmedien miteinander verknüpft. Auch in dieses Pilotprojekt hat sich die UKH eingebracht.

Die Zusammenarbeit zwischen den hessischen Ministerien und der UKH basiert auf einer vertraglich vereinbarten Kooperation. Auf dieser Grundlage soll sichergestellt werden, dass betroffenen Kindern zeitnah professionelle Unterstützung und größtmögliche Hilfe nach einem Krisenfall in der Schule zuteil wird.

 

inform Ausgabe 2/2016

 

 

Der Leitfaden "Handeln in Krisensituationen" der Unfallkasse Hessen.

Datum: Kategorie(n): Schule · Leistungen UKH · Sicherheit · Versicherungsschutz · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Versicherungsschutz · Drucken
Autor/Interviewer: Alex Pistauer (069 29972-300), E-Mail: a.pistauer@ukh.de