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Datum: Kategorie(n): Schule · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Sicherheit · Drucken

Online-Spezial: Der Schulsanitätsdienst der Gesamtschule Konradsdorf ist mit Herz dabei

Die Gesamtschule Konradsdorf im idyllischen Ortenberg wurde 1974 gegründet. Schulleiterin ist Birgit Schmieden-Lührmann. Der Schulsanitätsdienst (SSD) der Gesamtschule wurde im Jahr 2002 vom damaligen Oberstufenleiter Wolfgang Marder unter Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ins Leben gerufen. Im Jahr 2006 stieß Dr. Nicole Engel als Verbindungslehrerin dazu und übernahm 2009 die Leitung des Schulsanitätsdienstes.

Der Schulsanidienst – ein fester Bestandteil im Konradsdorfer Schulalltag

Zu Beginn waren es nur wenige Schüler*innen, die sich im Schulsanitätsdienst engagierten, auch das Kollegium reagierte zunächst zurückhaltend. Doch im Laufe der Jahre wurde die Organisation verfeinert und durch das große Engagement der Schulsanitäter*innen und durch Unterstützung der Schulleitung hat sich der Schulsanitätsdienst mittlerweile als fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil im Konradsdorfer Schulalltag etabliert. Mittlerweile umfasst der Konradsdorfer SSD 33 Schüler*innen der Jahrgangsstufe sieben bis zur Q-Phase.

Wir sind überall gefragt

Die Schulsanitäter sind für Schüler und Lehrkräfte da, die sich während der Schulzeit verletzen oder während der Schulzeit erkranken. Auch bei sonstigen medizinischen Notfällen (z. B. Kreislaufkollaps) kommen die Schulsanis zum Einsatz. Weiterhin werden wir als Ersthelfer*innen bei Sportfesten oder anderen schulischen Veranstaltungen (z. B. Musical, Kulturabend) eingesetzt.

Wie wird man Schulsanitäter*in in Konradsdorf?

Generell kann man sich ab der siebten Klasse zum Schulsanitäter ausbilden lassen. Nach der Anmeldung für die AG beginnt die Ausbildung. Regelmäßig nach den Herbstferien startet der Erste-Hilfe-Kurs, der vom DRK Büdingen durchgeführt wird. Danach werden die erfolgreichen Absolventen als „Neulinge“ in die Teams der Schule integriert. Dort lernen sie ihr Handwerk als Ersthelfer*in im Schulalltag. Regelmäßig gibt es ein Treffen aller Schulsanitäter mit den Verbindungslehrkräften. Parallel wird während des ersten Jahres als „Neuling“ noch ein Erweiterungskurs für Schulsanis vom DRK Büdingen durchgeführt. Dort werden schulspezifische Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgenommen bzw. vertieft.

Wie ist der Schulsanitätsdienst organisiert?

Für den Schulsanitätsdienst sind Dr. Nicole Engel und Herr Ungewiss als Verbindungslehrkräfte verantwortlich. Weiterhin gibt es einen Schülervorstand, der aus langjährigen Schulsanitätern besteht, welche in einer Sitzung für ein Jahr gewählt werden. Der Schülervorstand besteht aus je einem männlichen und einem weiblichen „SSD-Chef“, einem Materialbeauftragten, der für die Erste-Hilfe-Materialien zuständig ist und einem Schriftführer, der den Dienstplan erstellt und darauf achtet, dass er eingehalten wird.

In dreier bis vierer Teams werden die ausgebildeten Schulsanitäter*innen tageweise eingesetzt. Die Tage wechseln wöchentlich, damit die diensthabenden Gruppen im Falle eines Einsatzes nicht immer in den gleichen Fächern fehlen. Weiterhin hat jedes Team ein Vertretungsteam, das einspringt, wenn der diensthabende Schulsanitäter entweder krank oder verhindert ist.

Ein Tag als Schulsanitäter*in

Nach Ankunft in der Schule holt einer der diensthabenden Schulsanis den Schlüssel und das Funkgerät im Sekretariat ab. Das „Sanihandy“ übernimmt ein anderes Teammitglied. Beide Benachrichtigungswege sind nötig, da das Handy nicht überall Empfang hat. Somit ist gewährleistet, dass im Einsatzfalle ein Schulsanitäter zur Verfügung steht. Ist ein Schulsani verhindert, wird ein Vertreter aus dem Vertretungsteam benachrichtigt.

Die Verletzung oder Erkrankung eines Schülers wird in der Regel im Sekretariat gemeldet. Über das Sanihandy oder das Funkgerät wird ein diensthabender Schulsanitäter alarmiert. Die anderen Teammitglieder werden durch Vibrationsalarm per Handy informiert. Schulsanitäter*innen im Dienst dürfen ihr Handy in Stummschaltung mit sich führen.

Haben die diensthabenden Schulsanitäter*innen selbst Sportunterricht oder schreiben sie eine Arbeit, Hausaufgabenkontrolle oder einen Vokabeltest, geben sie ihren Dienst ab und es kommt hier der Vertreter zum Einsatz. Denn generell gilt: Klassenarbeiten gehen vor!

Der Schulsanitäter ist für die Erstversorgung des Erkrankten oder Verletzten zuständig. Je nach Art und Schwere der Verletzung kann auch der RTW vom SSD alarmiert werden. Verletzte bzw. erkrankte Schüler*innen können auch im Bedarfsfalle von den Eltern abgeholt werden. Dazu werden die Eltern von den diensthabenden Schulsanitätern telefonisch benachrichtigt und die Kinder bis zur Abholung betreut. Wichtig ist zwar, dass der Verletze oder Erkrankte betreut ist, dazu muss jedoch nicht das ganze Team bis zum Schluss bleiben: Ziel ist, dass die Schulsanis zwar verantwortungsvoll ihre Aufgabe als Ersthelferin erledigen, aber trotzdem sollten sie den Unterricht nicht aus den Augen verlieren.

Die diensthabenden Sanitäter halten sich in den Pausen im Saniraum auf. Dorthin können Schüler*innen mit körperlichen Beschwerden oder Verletzungen kommen und werden versorgt. Die Schulsanis unterliegen der Schweigepflicht, sie dürfen nichts in der Schule weitererzählen, was ihre Patienten betrifft. Wissen sie einmal nicht weiter, können Frau Engel oder Herr Ungewiss als Verbindungslehrkräfte jederzeit zu Rate gezogen werden.

In der Regel ist der Dienst um 13 Uhr zu Ende und der Schlüssel, das Funkgerät und das Handy werden wieder im Sekretariat abgegeben.

Weitere Infos unter www.gesamtschule-konradsdorf.de/

 

 

Die Schulsanis der Gesamtschule Konradsdorf: v.l. Jan Fauth, Klasse 9, Felix Kratz, Jgst. Q2, Laura Waymire Klasse 11, dahinter Pascal Borck, Jgst. Q2, Hanna Gambach und Natalie Günther, beide Klasse 8.

Bei medizinischen Notfällen kommen die Schulsanis zum Einsatz.

Fotos: Gesamtschule Konradsdorf

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Autor/Interviewer: Schulsanis der Gesamtschule Konradsdorf,