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Datum: Kategorie(n): Ehrenamt · Sicherheit · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Schule · Drucken

Online-Spezial: Mit dem Schulsanitätsdienst an der Martin-Luther-Schule in Marburg läuft es einfach besser!

Die Martin-Luther-Schule (MLS) wurde 1838 als Realschule der Stadt Marburg gegründet. Nach mehreren Umzügen innerhalb der Stadt bezog die Schule 1899 ihren heutigen Standort in der Savignystraße, der aufgrund steigender Schülerzahlen über Jahre hinweg erweitert wurde. Auch die Schulform änderte sich im Laufe der Zeit. Das heutige Gymnasium mit derzeit etwa 1000 Schülern, die von rund 95 Lehrkräften unterrichtet werden, steht nach der Pensionierung von Karl Goecke im Sommer unter kommissarischer Leitung von Michael Pichl. Der nicht mehr wegzudenkende Schulsanitätsdienst wurde 2011 aufgrund der starken Nachfrage an interessierten Ersthelfern gegründet.

So fing alles an

Die Gründung unseres Schulsanitätsdienstes (SSD) geht auf eine Initiative von Schulleitung und dem Jugendrotkreuz Marburg zurück. Unterrichtsangebote im Bereich der Ersten Hilfe wurden so gut angenommen, dass eine Möglichkeit gesucht wurde, interessierten Schülerinnen und Schülern eine Tätigkeit in diesem Bereich anzubieten. Der SSD wird seitdem von der Lehrerin Kathrin Goronzy geleitet, die auch Sicherheitsbeauftragte unterstützen Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Vorgesetzte bei der Unfallverhütung und beim Gesundheitsschutz.
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Sicherheitsbeauftragte
der Schule ist. Als Kooperationspartner bot sich weiterhin das Jugendrotkreuz Marburg an und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Die Unterstützung insbesondere durch den Kreisleiter und Ausbilder, Joachim Scholz, reicht vom Angebot einer Erste-Hilfe-AG bis zu Fortbildungen und Exkursionen.

Unser Team

Im Sanidienst sind rund 15 Schüler*innen aller Jahrgangsstufen ab Klasse 7 tätig. Die Zusammenarbeit in altersübergreifenden Teams ist eine wertvolle Erfahrung. So ist auch sichergestellt, dass das Fehlen von Schulsanitätern, z. B. bei Klassenfahrten, ohne Probleme möglich ist. Fast alle von uns bleiben über Jahre im Dienst, sodass eine kontinuierliche Arbeit gewährleistet ist.

Aus- und Weiterbildung

In der 5. und 6. Klasse können interessierte Schüler die Erste-Hilfe-AG besuchen und dort schon früh den Umgang mit Verletzten und das sichere Helfen erlernen. Wenn man diese AG nicht besucht hat, sich aber trotzdem am Sanidienst beteiligen möchte, kann man einen Erste-Hilfe-Kurs bei unserem Kooperationspartner absolvieren.

Wir wissen, was wir tun!

Neben der fachlichen Qualifikation sind für die Aufnahme auch Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein Voraussetzung. Schließlich müssen sich Lehrkräfte und Betroffene bei einem Einsatz darauf verlassen können, dass die Schulsanis genau wissen, was sie tun. Wenn man schon länger im SSD ist, kann man sich beim Roten Kreuz für Fortbildungen anmelden, z. B. zum Lehrgang „Notfall-Darstellung“ oder zur einwöchigen Weiterbildung zum Sanitätshelfer. Hier ist besonderes Engagement vorausgesetzt, denn die Fortbildungen liegen in den Ferien oder am Wochenende. Aber auch in der Schule werden die Kenntnisse bei regelmäßigen Treffen aufgefrischt. Hier können Probleme besprochen und Fragen geklärt werden.

Einsatz und Organisation in der Schule

Im alltäglichen Schulbetrieb gibt es zwei Einsatzmöglichkeiten: im Krankenzimmer und bei der Rufbereitschaft. Zu Beginn eines Halbjahrs wird ein Dienstplan erstellt, pro Tag sind vier oder fünf Schulsanis im Einsatz. Diejenigen, die Dienst im Krankenzimmer haben, kümmern sich in den Pausen um Verletzte und können, falls etwas auf dem Schulhof passiert, auch mit der notwendigen Ausstattung vor Ort Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
leisten. Die Sanitäter, die Rufbereitschaft haben, holen sich morgens ein Handy zusammen mit einer kleinen Verbandtasche im Sekretariat ab, sodass Lehrer*innen sie anrufen können, sollte ein Notfall eintreten.

Was wir sonst noch machen

Auch bei Schulveranstaltungen ist der SSD dabei. Bei den Bundesjugendspielen und Spendenläufen gibt es manchmal einiges zu tun. In Projektwochen bieten wir zusammen mit dem Jugendrotkreuz einen Erste-Hilfe-Kurs an. Wenn die Lehrer einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, stellen wir uns zusammen mit den Teilnehmer*innen der Erste-Hilfe-AG auch mal als „Verletzte“ zur Verfügung. Im letzten Frühjahr haben wir, zusammen mit dem Roten Kreuz, einen Integrativen Erste-Hilfe-Kurs in den Hinterländer Werkstätten in Dautphetal angeboten und dort Grundkenntnisse vermittelt. Beim Schulsanitätstag 2016 in Frankfurt haben wir den Workshop „Unfälle im Chemieunterricht“ mitgestaltet. Und zur Rettmobil in Fulda fahren wir in regelmäßigen Abständen, um uns über das Neueste in Sachen Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
zu informieren.

Bei alledem werden wir von der Schulleitung immer gut unterstützt, sei es bei Anschaffungswünschen oder in organisatorischen Fragen. Auch der Förderverein der Schule beteiligt sich bei Anschaffungen, wie z. B. unseren T-Shirts.

Mit uns läuft es besser!

Wir denken, dass alle Schulen einen Sanidienst haben sollten! Aus unserer Arbeit wissen wir, dass in Schulen viel mehr Unfälle passieren, als oft wahrgenommen wird. Dabei ist das Spektrum der Verletzungen sehr groß, von kleinen Schürfwunden bis hin zu schwersten Verletzungen, wo ein Krankenwagen oder sogar der Notarzt gerufen werden muss.

Lehrer*innen haben oft das Problem, dass sie zwar Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
leisten könnten, aber gleichzeitig auch ihre Lerngruppe beaufsichtigen müssen. Deswegen sehen viele den SSD-Einsatz bei Notfällen als sehr entlastend an, weil sie wissen, dass wir fachgerecht und verlässlich helfen können.

Als Schulsanitäter*in lernt man sehr schnell, Verantwortung zu übernehmen, sowie zielgerichtet, selbstbewusst und teamfähig zu handeln. Außerdem fördert die Tätigkeit die soziale Kompetenz, denn trösten und Mut zusprechen gehört genauso zu den Aufgaben wie das Anlegen eines Verbands. Und schließlich denken wir, dass mit unserer Arbeit nicht nur betroffenen Schülern bewusst wird, wie wichtig es sein kann, Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
leisten zu können.

Unser Fazit: Ein Schulsanitätsdienst ist für alle ein Gewinn!  

Im Schulsanitätsdienst sind rund 15 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ab Klasse 7 tätig.

Im alltäglichen Schulbetrieb gibt es zwei Einsatzmöglichkeiten für die Schülersanis: im Krankenzimmer und bei der Rufbereitschaft.

Als Schulsanitäter*in lernt man sehr schnell, Verantwortung zu übernehmen, sowie zielgerichtet, selbstbewusst und teamfähig zu handeln.

Datum: Kategorie(n): Ehrenamt · Sicherheit · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Schule · Drucken
Autor/Interviewer: Eleonore Zapf, Sven Döringer, Kathrin Goronzy,