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Datum: Kategorie(n): Schule · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Drucken

Online-Spezial: Wolfhagener Schulsanis starten durch

An der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen stand der traditionsreiche Schulsanitätsdienst (SSD) mit nur noch zwei Schulsanis kurz vor dem Aus. Anna-Lena Gerhardt, SSD-Leiterin, wagte vor rund drei Jahren den Neustart. Und dieser hat sich gelohnt – heute besteht der SSD aus rund 40 Ersthelfern und Ersthelferinnen, und das von Klein bis Groß. Die kompetente Arbeit der Wolfhagener wurde am UKH Schulsanitätsdiensttag, der am 2. Juli 2016 stattfand, mit dem 3. Platz gewürdigt.

Die Wilhelm-Filchner-Schule verbindet Generationen

Die Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) in Wolfhagen ist eine kooperative Gesamtschule des Landkreises Kassel mit gymnasialer Oberstufe und ca. 1300 Schülerinnen und Schülern. Die Familien sind häufig schon seit Generationen in der Region ansässig. Nicht selten besuchten bereits die Eltern und Großeltern die WFS. Das Schulklima ist, trotz der Größe der Schule, familiär. Die Schüler*innen kennen einander über Klassenstufen hinweg aus ihren Heimatorten. Es herrscht eine große Transparenz in schulischen Angelegenheiten. Geleitet wird unsere Schule von Ludger Brinkmann.

Schulsanitätsdienst mit Tradition

Der Schulsanitätsdienst an der Wilhelm-Filchner-Schule hat eine lange Tradition. Schon seit vielen Jahren wird eine AG Schulsanitätsdienst für Schüler*innen ab der siebten Klasse angeboten. Hier können Jugendliche aller Schulzweige eine Ausbildung in Erster Hilfe erwerben und ihr Wissen und Können im Schulalltag umsetzen.

Neustart geglückt!

Im Laufe der Zeit ging das Interesse an der AG zurück, sodass es nur noch zwei aktive Schulsanitäter gab! Sportlehrerin Anna-Lena Gerhardt und das Jugendrotkreuz Wolfhagen vollzogen vor drei Jahren einen Neustart des Schulsanitätsdienstes und arbeiten bis heute eng zusammen. In dieser Zeit wurden ca. 40 Schüler*innen ab der siebten Klasse ausgebildet, die im Schulalltag, an Schulveranstaltungen, Musikabenden und Schulfesten ihre Kompetenzen in Erster Hilfe unter Beweis stellen.

Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
von Klein ...

Die Sani-AG wurde ausgeweitet, sodass auch schon die fünften und sechsten Klassen in Erster Hilfe ausgebildet werden können. Die Ausbildung erfolgt durch die Oberstufenschülerin Lara Fenner, die im Rahmen ihrer JRK-Laufbahn die Fortbildung „Kinder helfen Kindern“ absolviert hat und nun in die Praxis umsetzen kann. Die jüngeren Schüler*innen erhalten somit eine altersgerechte Heranführung an das Thema Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
und helfen den „Großen“ engagiert in Pausen oder bei größeren Schulveranstaltungen.

... und Groß

Ab Klasse sieben sind die Jugendlichen reif genug, um einen regulären Erste-Hilfe-Kurs in den AG-Stunden zu absolvieren. Nach etwa einem halben Jahr Einarbeitungszeit als Assistenz der bereits erfahrenen Schulsanitäter*innen dürfen sie selbstständig arbeiten. Dies ist so organisiert, dass die Schüler*innen in Dreiergruppen in einen Dienstplan eingeteilt werden. Die Tage, an denen sie Dienst haben, wechseln wöchentlich. So fällt nicht immer der gleiche Unterricht aus, sollte es zu einem Einsatz kommen.

Verständigt werden die Sanis über zwei Diensthandys, deren Nummern überall in der Schule aushängen. Während des Einsatzes wird ein Protokoll angefertigt, damit die Einsätze dokumentiert und ggf. in der AG nachbesprochen werden können. Da für die Oberstufenschüler *innen eine Teilnahme an der AG teilweise aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, dürfen diese nach mindestens zweijähriger Teilnahme an der AG als Schulsanitäter arbeiten, ohne zu den AG-Sitzungen zu kommen. Die Besprechungen finden in den Pausen statt.

Unterrichtsfach Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
– hier unterrichten die Schüler!

Neben den täglichen Einsätzen im Unterrichtsalltag, helfen die Schulsanis auch mit, die Lehrer*innen beim jährlich stattfindenden Erste-Hilfe-Kurs auszubilden. Dieser Rollenwechsel ist sehr motivierend für die Jugendlichen, da sie vor ihren Lehrkräften als Experten auftreten. Bei einigen Jugendlichen ist durch die Arbeit als Schulsani ein gesteigertes Selbstbewusstsein zu beobachten. Andere sammeln im Rahmen der AG erste Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben im Bereich des Rettungsdienstes oder bei der Feuerwehr.

Gemeinsam aktiv

Veranstaltungen, wie gemeinsames Klettern im Kletterwald, Grillnachmittage, Erste-Hilfe-Kurse für die benachbarten Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule oder auch die Teilnahme am UKH Schulsanitätsdiensttag fördern den Zusammenhalt der Schulsanis untereinander.

Der Lohn – viel Anerkennung und Lob

Ob im Unterrichtsalltag, auf Sport- und Schulfesten oder auch bei Wandertagen: Die Lehrkräfte sind glücklich über die verantwortungsbewussten Schulsanitäter*innen, die neben einer Wundversorgung auch kranke Schüler tröstend betreuen. Durch das Erreichen des 3. Platzes beim UKH Wettbewerb und die lobenden Worte von Rettungssanitätern bei RTW-Einsätzen in der Schule, werden sie bestätigt, gute und wichtige Arbeit zu leisten.  

Auf dem UKH Schulsanitätsdiensttag, der im Juli 2016 stattfand, belegten die Wolfhagener Schulsanis den 3. Platz.

"Für die Schulgemeinde der WFS war der Neustart des Schulsanitätsdienstes ein großer Gewinn. "  -Anna-Lena Gerhardt

Datum: Kategorie(n): Schule · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Drucken
Autor/Interviewer: Anna-Lena Gerhardt, SSD-Leiterin ,