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Datum: Kategorie(n): Sicherheit · Kita · Kommunale Betriebe · Wegeunfälle · Versicherungsschutz · Präventionskampagnen · Schule · Drucken

Immer sicher unterwegs mit Walli Wachsam – Verkehrserziehungsprojekt im Kindergarten

Mit dem Projekt "Immer sicher unterwegs" von Unfallkasse Hessen und Verkehrswacht trainieren Bärbel Wille und ihr Team vom ökumenischen Kinderhaus St. Jakob in Witzenhausen gezielt die Bereiche Wahrnehmung, Motorik und Konzentration ihrer Vorschulkinder, die dabei die sichere Teilnahme am Straßenverkehr üben. Mit der abschließenden Übergabe des Schulwegpasses kennen die Kinder dann als Schulanfänger die wichtigsten Verhaltensregeln auf ihrem Schulweg.

Verkehrserziehung beginnt bereits im Vorschulalter, denn schon von Beginn an nehmen Kinder, meist noch in Begleitung von Erwachsenen, am Straßenverkehr teil. Für die Sicherheit ist es notwendig, dass die Verkehrserziehung so früh als möglich beginnt. Dazu müssen nicht nur die Verkehrsregeln und richtiges Verhalten eingeübt werden, sondern auch die Wahrnehmung, Motorik und Konzentration der Kinder gilt es zu fördern. Der Kindergarten spielt dabei sicherlich eine entscheidende Rolle.

Stete Übungen Was sehe ich?

Welche Farbe und Form hat es? Was höre ich und aus welcher Richtung kommt das Geräusch? Hinter diesen Fragen stehen wichtige Wahrnehmungsübungen, die zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr beitragen. Körperkoordination, Gleichgewicht, nicht über die eigenen Füße stolpern, Geschwindigkeit erfahren, schnell, schneller, stoppen und abbremsen, trainieren des Reaktionsvermögens finden im täglichen Spiel statt und spielen, angeleitet unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit, eine wichtige Rolle. Sehr bedeutsam ist auch, dass die Kinder sich unmissverständlich verständigen können und die wichtigsten Verständigungszeichen kennen, also Mimik, Gestik, Handzeichen und Verkehrszeichen richtig erkennen und deuten können.

Natürlich stoßen Kinder alters- und entwicklungsbedingt an ihre Grenzen. Aber eine stetige Übung trägt maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei.

Das Projekt "Immer sicher unterwegs" von UKH und Verkehrswacht ist in mehrere Einheiten gegliedert, die ca. eine Woche lang intensiv mit den Kindern erarbeitet werden.

Begleiteter Einstieg mit Verkehrswacht

Gemeinsam mit den Erzieherinnen bereitet Herr Kunz von der Verkehrswacht die Kinder mit Liedern, Spielen und einem kleinen Film auf die Verkehrserziehungswochen vor.

Die Eltern sind von Anfang an dabei, denn Verkehrserziehung ist in erster Linie Elternaufgabe. Im Kindergarten kann in Form von Projektarbeit ein wichtiger Baustein hinzukommen – aber ohne Eltern geht es nicht. An einem Elternabend werden die Eltern auf die alltäglichen Gefahren, denen die Kinder im Straßenverkehr ausgesetzt sind, aufmerksam gemacht. Dieser Abend macht Spaß, denn auch die Eltern haben Gelegenheit, ihre Wahrnehmung, Koordination und Konzentration zu schulen.

1. EINHEIT: Wir als Fußgänger im Straßenverkehr

  • Was und wer begegnen uns im Straßenverkehr?
  • Welche Gefahren kann es geben?

Dazu wird eine gemeinsame Collage erarbeitet.

2. EINHEIT: So werde ich als Fußgänger gesehen

  • Was ziehe ich an?
  • Helle oder dunkle Kleidung?
  • Reflektoren und Warnwesten: Mit Taschenlampen ausgerüstet probieren wir in einem abgedunkelten Raum aus, mit welcher Kleidung man auch in der Dämmerung gut gesehen werden kann.

Gemeinsame Lieder und Spiele tragen zur Vertiefung bei.

3. EINHEIT: Als Fußgänger auf dem Gehweg

In der praktischen Übung teilen wir den Gehweg mit einem Kreidestrich in den sicheren und den unsicheren Bereich ein. Die Kinder laufen dann auf dem Gehweg im sicheren Bereich, am Zaun oder der Mauer entlang.

4. EINHEIT: Wir bleiben am Bordstein stehen

Neben der praktischen Übung am Straßenrand üben wir in den Bewegungseinheiten schnell zu laufen und abrupt an einer Markierung anzuhalten.

5. EINHEIT: Die Straße als Fußgänger sicher überqueren

  • links und rechts
  • Zebrastreifen
  • Ampel
  • Fußgängerüberweg

Nach den "Trockenübungen" im Bewegungsraum oder auf dem Außengelände üben wir das Gelernte auch im Straßenverkehr.

6. EINHEIT: Keine Ampel und weit und breit kein Zebrastreifen

  • Überqueren der Straße ohne Fußgängerüberweg und zwischen den Autos

Das ist eine schwere Übung und wir suchen uns eine verkehrsberuhigte Zone, um einzeln die Fahrbahnüberquerung zwischen den Autos zu üben.

Der Schulwegpass

Zum Abschluss des Projekts zeigen die Kinder im Straßenverkehr, was sie in den letzten Wochen gelernt haben. Den Weg, den es zu laufen gilt, sichern Eltern an den abgesprochenen Stellen ab. Die Kinder meistern die Projektwochen voller Ernsthaftigkeit und Begeisterung und platzen fast vor Stolz bei der Übergabe des Fußgängerscheins. Mit Spaß und Freude sind die Kinder bei der Sache, denn nur mit Spaß und Freude können Kinder nachhaltig lernen.



inform Ausgabe 3/2015

"Ich gebe ein deutliches Zeichen, damit ich sicher über die Straße komme!"

Die Vorschulkinder sind begeistert bei der Sache. Sie lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Super, der Schulwegpass wurde bestanden! Herzlichen Glückwunsch!

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Autor/Interviewer: Bärbel Wille, Ökumenisches Kinderhaus St. Jakob, Witzenhausen,