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Datum: Kategorie(n): Versicherungsschutz · Leistungen UKH · Wegeunfälle · Gesundheit · Sicherheit · Drucken

Beim Arbeitsunfall direkt zum D-Arzt!

Wenn nach einem Arbeits- oder Wegeunfälle stehen grundsätzlich unter Versicherungsschutz.
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Wegeunfall
mit einer Arbeitsunfähigkeit zu rechnen ist, muss die erste Anlaufstelle unmittelbar nach dem Unfall der Durchgangsärzte sind Ärzte, die als solche von den Landesverbänden der DGUV zugelassen sind. § 24 Durchgangsarztverfahren; § 27; Aufgaben des Durchgangsarztes
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Durchgangsarzt
(D-Arzt) sein. Über diese Vorschrift sollte jedes Unternehmen seine Beschäftigten informieren. Wo man D-Arztpraxen findet, wie das D-Arzt-Verfahren funktioniert und warum die schnelle Behandlung durch einen D-Arzt so wichtig sein kann, beschreibt unser Beitrag.

Es war nur eine kleine Unachtsamkeit oder eine Unebenheit in den Pflastersteinen, die Helga A. zu Fall brachte an jenem frühen Abend. Es dämmerte, sie war müde und trug eine schwere Tasche. Sie wollte noch die grüne Ampel erwischen, das klappte nicht … Der Sturz war nicht dramatisch, aber das rechte Handgelenk schmerzte danach ziemlich und es fühlte sich auch merkwürdig an. Helga A. war auf dem Weg von ihrer Arbeit in einem städtischen Kindergarten nach Hause, hatte aber auf dem Heimweg schnell noch etwas eingekauft. Darum dachte sie nicht daran, dass es ein Wegeunfälle stehen grundsätzlich unter Versicherungsschutz.
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Wegeunfall
im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung gewesen sein könnte – schließlich sind Einkäufe Privatsache. Die Praxis des Hausarztes war nicht weit. Der schaute sich die Hand an und fragte nach dem Unfallhergang. Frau A. erzählte von ihrem Abstecher in den Supermarkt. Der Hausarzt klärte sie auf: „Sie sind über die Unfallkasse abgesichert, auch nach dem Einkauf.“ Helga A. war zunächst nicht begeistert von der Vorstellung, weitergeschickt zu werden. „Es ist wirklich besser, Sie gehen zu einem Unfallarzt“, überzeugte sie der Hausarzt, „die nächste D-Arzt-Praxis ist keine zehn Minuten entfernt.“

Der Hausarzt behielt Recht: Es war ein Wegeunfälle stehen grundsätzlich unter Versicherungsschutz.
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Wegeunfall
und die Facharztbehandlung war tatsächlich vonnöten. Wichtig: In einem akuten Notfall hätte natürlich auch der Hausarzt die Erstversorgung übernehmen können. Aufgabe der D-Ärzte ist es dann zu entscheiden, ob die Weiterbehandlung beim Hausarzt durchgeführt wird oder ob wegen Art und Schwere der Verletzung eine besondere Heilbehandlung nötig erscheint.

Das D-Arzt-Verfahren

Nach einem Arbeits- oder Wegeunfälle stehen grundsätzlich unter Versicherungsschutz.
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Wegeunfall
, bei dem mit einer Arbeitsunfähigkeit zu rechnen ist, muss die erste Anlaufstelle eine D-Arzt-Praxis sein. D-Ärzte sind in der Regel als Chirurgen oder Orthopäden niedergelassen oder an einer Klinik tätig. Bundesweit sind ca. 3.800 Ärzt*innen vertraglich in das D-Arzt-Verfahren eingebunden. Der D-Arzt, den man auch als Unfallarzt bezeichnet, steuert die Heilverfahren für die gesetzlichen Unfallversicherungsträger und legt die weitere Behandlung fest. Er ist also als Koordinator für die Unfallversicherung tätig.

D-Ärzte sind Fachärzte für Chirurgie mit dem Schwerpunkt Unfallchirurgie. An die Arztpraxis oder die Unfallklinik werden außer der ärztlichen Erfahrung noch besondere Anforderungen in Sachen Fachpersonal oder längere Öffnungszeiten gestellt. Auch räumlich und technisch muss die Praxis zur Behandlung von Unfallfolgen ausgestattet sein (beispielsweise mit einem Röntgenraum oder Raum für chirurgische Eingriffe).

Gerade bei kleineren Unfällen wird ein Unfallopfer in der Regel zunächst seinen Hausarzt aufsuchen. Dieser überweist den Patienten dann an den D-Arzt, es sei denn, die Behandlung dauert nicht länger als eine Woche und es besteht keine Arbeitsunfähigkeit.

Dieser Weg hat sich gelohnt

Helga A. hat den Weg zum D-Arzt an jenem Abend nicht bereut. Das Kahnbein, ein Handwurzelknochen am rechten Handgelenk, war gebrochen, eine Verletzung, die trotz Röntgen schnell übersehen wird und deshalb später große Probleme bereiten kann. Der erfahrene Unfallchirurg stellte die Verdachtsdiagnose und schickte die Versicherte für eine Zweitmeinung in die nächste Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik. Eine Operation war notwendig, die ein sehr positives Ergebnis erbrachte: es blieben keinerlei Bewegungseinschränkungen zurück. Daran hatte auch die intensive Physiotherapie ihren Anteil, die sich unmittelbar an den Krankenhausaufenthalt anschloss. Die Kosten für Heilbehandlung und Reha-Maßnahme übernahm natürlich die UKH. Für den Besuch beim D-Arzt ist übrigens keine Versichertenkarte erforderlich.

Die D-Arzt-Suche Von den etwa 3.800 D-Ärztinnen und D-Ärzten ist immer einer oder eine in Ihrer Nähe. Dadurch herrscht eine „eingeschränkte freie Arztwahl“ bei einem Ein Arbeitsunfall ist ein zeitlich begrenztes, von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt.
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Arbeitsunfall
: Unter den registrierten D-Ärzten kann man frei wählen.

 

inform-Ausgabe 1/2019

Datum: Kategorie(n): Versicherungsschutz · Leistungen UKH · Wegeunfälle · Gesundheit · Sicherheit · Drucken
Autor/Interviewer: Thiemo Gartz, E-Mail: t.gartz@ukh.de