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Datum: Kategorie(n): Mitgliedschaft UKH · Sicherheit · Versicherungsschutz · Gesundheit · Bewegung & Sport · Drucken

Die Rhön aktiv erleben

Netzwerke sind Strukturen, die durch Verbindungen miteinander in Beziehung stehen. „Networking“ bedeutet in der Geschäftswelt: sich austauschen, gemeinsam Lösungen finden, statt allein Probleme zu wälzen, Feedback und Zugang zu Spezialwissen erhalten und so sein Fachwissen und vielleicht sogar seinen Horizont erweitern. Wir stellen Ihnen erfolgreiche hessische Netzwerker*innen vor, die die Angebote der Unfallkasse Hessen zur Optimierung von Sicherheit und Gesundheit in ihrer Kommune nutzen – heute Mario Dänner aus Tann (Rhön).

Einfach grenzenlos schön ...

Tann (Rhön) hat das Prädikat eines staatlich anerkannten Luftkurortes. Es liegt im landschaftlich reizvollen Ulstertal, inmitten des Naturparks Rhön. Tann ist eine historisch geprägte Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten: Stadttor (1557), Stadtbrunnen (1710), Elf-Apostel-Haus (um 1500), Schlossbrunnen (1686), Sankt- Nikolaus-Kirche (1741) sowie die Schlossanlagen der Freiherren von und zu der Tann. Das Rhöner Museumsdorf gehört laut Hessischem Rundfunk du den drei beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Der Name „Thann“, ursprünglich mit „Th“ geschrieben, soll auf irische Mönche zurückzuführen sein, die bereits in der Zeit vor Bonifatius gekommen waren, um hier das Christentum zu lehren. Das würde bedeuten, dass es diese Siedlung bereits um die Wende des sechsten zum siebten Jahrhundert gegeben haben muss. Auch der Name „Ulster“ soll auf die Mönche zurückzuführen sein, die das in ihrer Siedlung vorbeifließende Gewässer nach ihrer Heimatprovinz in Nordirland benannt haben sollen.

Seit dem Wegfall der innerdeutschen Grenze, die über 40 Jahre lang das Stadtgebiet halbinselförmig einschnürte, liegt Tann wieder mitten im Herzen Deutschlands. Der Tourismus hat einen hohen Stellenwert: Die Stadt verzeichnet jährlich 50- bis 60.000 Tagesbesucher*innen und rund 30.000 Übernachtungsgäste. Von hohen Besuchszahlen zeugt auch die Menge an qualitativ hochwertigen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, die allesamt Wert auf regionale Produkte und Angebote legen.

Heute können sich Tanns rund 4.500 Einwohner*innen in zehn Stadtteilen (!) mit 23 Weilern (!) glücklich schätzen, in „einem der beliebtesten Orte Deutschlands“ leben zu dürfen (Quellen: Hessischer Rundfunk und ZDF).

Der betörende Tanner Dreiklang setzt sich zusammen aus der Rhöner Landschaft, der historischen Bausubstanz und dem einmaligen kulinarischen Angebot mit zahlreichen Restaurants und Direktvermarktern.

Der Bürgermeister

Der parteilose Mario Dänner, verheiratet und Vater von zwei Kindern, ist in zweiter Amtszeit Bürgermeister von Tann. Mehr als 70 Prozent der Wähler*innen gaben ihm bei der letzten Wahl Anfang des Jahres ihre Stimme – ein hoher Vertrauensbeweis! Der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt ist ein echtes Tanner Gewächs (der „Dänner“ bedeutet im Dialekt nämlich: „der aus Tann“), hier aufgewachsen und jahrelang Leiter einer ortsansässigen Bankfiliale. Mit Politik hatte er nach eigener Aussage „nichts am Hut“ – bis man ihm das Amt des Bürgermeisters schmackhaft machte und er die Chance sah, sich für die Stadt einsetzen zu können. Er setzte sich als oberstes Ziel, seine Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zukunftssicher aufzustellen. Das Wahlkampfmotto lautete dieses Jahr entsprechend: „Für Tann. Gemeinsam voran!“

In seiner Freizeit versucht Mario Dänner, sich sportlich zu betätigen, um zu entspannen und den Kopf freizubekommen. Ein wichtiger Anlaufpunkt ist daher das örtliche Fitnessstudio, in dem er gleichzeitig mit dem Training auch Neuigkeiten austauschen und Vorhaben in die Wege leiten kann. Außerdem läuft er gern mit seiner zwölfjährigen Tochter, die Leichtathletik betreibt. Mario Dänner: „Man ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr Bürgermeister. Da bleibt nicht viel Zeit für anderes. Ich nutze aber jede freie Minute für die Familie, für Sport – und zum Grillen.“

Schwerpunkt Ehrenamt

Wie alle anderen Kommunen kann auch Bürgermeister Dänner auf ein funktionierendes Netz von Ehrenamtlichen setzen. Die Tanner machen vieles selbst – durch Eigenleistung kommt man besser voran: Es gibt einen Schwimmbadförderverein und Trägervereine für DGHs. Die über 60 Vereine leisten enorme ehrenamtliche Arbeit. „Die Rhön aktiv erleben“ – die Ehrenamtlichen von Tann erfüllen diesen Satz mit Leben. Und auch die Freiwillige Feuerwehr trägt ihren Teil zum funktionierenden Miteinander bei: Die Mitglieder arbeiten u. a. im Fitnessstudio, leiten hauptberuflich das Tourismusbüro und vieles andere mehr.

Mario Dänner erläutert ein Geheimnis seines Erfolgs: „Meine Devise lautet: Nicht meckern – machen! Und ich freue mich über jeden, der diese Einstellung mitträgt. Auf diese Weise ist schon so manches Projekt in und um Tann realisiert worden.“ Zu erwähnen ist insbesondere der Umbau der alten Schule in Habel zum Mehrzweckgebäude im Rahmen der Dorferneuerung, den ehrenamtlich helfende Bürger*innen mit rund 11.000 Stunden Eigenleistung bewerkstelligten. Es gibt dort die Feuerwehr, den Schützenverein mit Schießstand und den DGH-Trakt. Die Verwaltung leistete finanzielle Unterstützung u. a. aus den Mitteln der Dorferneuerung. Für den Bürgermeister bedeutete das Projekt einmal mehr vollen Motivationseinsatz: Wogen mussten geglättet, Verständnis für bürokratische Abläufe musste geschaffen werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Ehrenamtlichen sind entsprechend stolz auf „ihr Gebäude“.

Visionen und Ziele

Die Haushaltskonsolidierung hatte in den letzten Jahren die allerhöchste Priorität. Mit den notwendigen (Spar-)Maßnahmen macht sich ein Bürgermeister nicht unbedingt Freunde – die gesamte erste Amtszeit wurde von diesem Thema geprägt. Viele unbequeme, aber notwendige Entscheidungen mussten getroffen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zogen die Bürger*innen mit, was nicht zuletzt den steten Motivationsanstrengungen des Bürgermeisters zu verdanken ist.

Mario Dänner: „Ich glaube, die politisch Verantwortlichen haben verstanden, dass wir nur mit geordneten Finanzen in eine gute Zukunft gehen können. Und auch die Bürgerinnen und Bürger können das inzwischen verstehen, obwohl sie auf Leistungen verzichten müssen. Es hat sich ein Umdenkprozess und auch ein gewisses Verständnis entwickelt. Wir haben es gemeinsam geschafft, unsere Finanzen in den Griff zu bekommen. Noch vorhandene Sanierungsstaus werden wir nun nach und nach im Rahmen unserer Möglichkeiten angehen.“

Erfolgreiches Projekt Mario Dänner erläutert die strategischen Vorteile der interkommunalen Zusammenarbeit der drei Gemeinden Tann, Hilders und Ehrenberg: „Der Verwaltungsverband katapultiert uns alle voran. Konkret sind die Projekte gemeinsame IT, Finanzen, Personal und Standesamt in der Umsetzung. Um die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen, hatten wir eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, ein Beratungsunternehmen eingeschaltet und zwei, drei Jahre lang intensive Bürgerdiskussionen durchgeführt. Die Überzeugungsarbeit hat sich gelohnt, denn alleine schafft das keine kleine Kommune, die Zukunftsherausforderungen alle zu meistern.“

Sicherheit und Gesundheit

Die Gemeinde hat keine schweren Arbeitsunfälle zu beklagen. Es gibt Gefährdungsbeurteilungen für die Verwaltung und den Bauhof, selbstverständlich regelmäßige Begehungen und Unterweisungen, ergonomische Möbel für die rund 45 Mitarbeiter*innen werden auf Antrag angeschafft. Und Bürgermeister Dänner legt zukünftig einen besonderen Fokus auf die Gesundheit seiner Beschäftigten: Gesundheitstage in Kooperation mit dem Fitnessstudio und einer Krankenkasse sollen die Menschen zu mehr Sport und Bewegung motivieren, denn: „Sport hilft, sich besser zu fühlen“, weiß der Bürgermeister aus eigener Erfahrung.

Mit der UKH arbeitet die Verwaltung sehr unbürokratisch zusammen. Anruf genügt und schnell werden alle Fragen beantwortet. Das nächste gemeinsame Projekt von Tann und UKH wird der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für vier Stadtteile sein – noch hat jeder Stadtteil eine eigene Freiwillige Feuerwehr mit eigenem Gerätehaus. Bei Planung und Neubau wird die UKH beratend zur Seite stehen.

 

inform-Ausgabe 4/2019

Wertvolle Netzwerke

„Für mich sind Kommunikation und Austausch die wichtigsten Grundlagen meiner Arbeit. Ohne meine Netzwerke – Vereine, Freunde, Kollegen, Handwerksbetriebe, Ehrenamtliche und Familie – könnte ich nur halb so viel erreichen. Meine Bürgersprechstunde findet immer da statt, wo ich gerade bin: auf Jubiläen, Geburtstagen, Events, beim Training, beim Einkaufen und auf der Straße … Gemeinsam voran, das ist mein Motto! Wir können mit dem, was wir erreicht haben, sehr zufrieden sein und der Zukunft positiv entgegensehen.“

Der parteilose Mario Dänner ist in zweiter Amtszeit Bürgermeister von Tann.

Wunderschöner „Lieblingsplatz“

Besuch im Naturmuseum

Auch im Sportstudio findet Bürgermeister Dänner seinen „Lieblingsplatz“. Bilder: Jürgen Kornaker für Unfallkasse Hessen

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Autor/Interviewer: Sabine Longerich, E-Mail: s.longerich@ukh.de