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Datum: Kategorie(n): Präventionskampagnen · Psychische Belastungen · Gesundheit · Drucken

Mobbing, Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz verhüten

In Betrieben stellt sich häufig die Streitfrage, welche Verpflichtungen Arbeitgeber bei der Verhütung von Gewalt, Mobbing und Belästigung am Arbeitsplatz haben und welcher organisatorische Aufwand zu investieren ist. Handlungsleitfäden der Gewerkschaften, die als Grundlage von Betriebsvereinbarungen dienen sollten, wurden oft als parteiisch betrachtet und daher nicht akzeptiert.

Um Betroffene zu schützen, ist es notwendig, zunächst feste Verfahrensabläufe zu definieren und auch einzuhalten. Schnell handelnde Führungskräfte und eine Vertrauensperson als zentrale Anlaufstelle für Betroffene sind hierbei die Schlüsselfaktoren bei einem Verdachtsfall. Wenn Unternehmer*innen, Führungskräfte, Personalvertretungen und Beschäftigte zusammenarbeiten, kann die Verhütung von Gewalt, Mobbing oder Belästigung gelingen.

Da die gesetzliche Unfallversicherung in allen Entscheidungsgremien gleichermaßen mit Vertreter*innen der Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen besetzt ist, ist sie fachlich neutral und weisungsfrei. Sie ist die ideale Organisation, um Handlungsleitfäden und Vorlagen für Betriebsvereinbarungen anzubieten, die sowohl von Betrieben als auch von Gewerkschaften akzeptiert werden.

Die „Muster-Vereinbarung zur Vermeidung und zur Lösung von Konflikten am Arbeitsplatz (Mobbing)“ soll von Arbeitgeber*innen und der betrieblichen Interessenvertretung abgeschlossen und von beiden Seiten getragen werden. Sie kann an die jeweiligen Gegebenheiten des Betriebs angepasst werden. Die dazugehörige „Organisationshilfe zur Prävention psychischer Belastungsfaktoren durch schwierige soziale Beziehungen am Arbeitsplatz (Mobbing)“ wurde vom Fachbereich „Organisation des Arbeitsschutzes“ der DGUV erarbeitet.

 

inform Ausgabe 2/2020

Dr. Torsten Kunz: "Mit Mobbing wird vielfach versucht, unliebsame Kolleg*innen zur Kündigung zu drängen." Bild: ©Adobe Stock, Antonioguillem

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