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Datum: Kategorie(n): Ehrenamt · Sicherheit · Gesundheit · Schule · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Drucken

Online-Spezial: Die Schulsanitäter der Schillerschule in Frankfurt

„Eigentlich sollte man einen Menschen nicht bemitleiden, besser ist es, ihm zu helfen“, sagte einst der russische Schriftsteller Maksim Gorkij. Getreu diesem Motto gibt es seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 an der Schillerschule in Frankfurt am Main einen Schulsanitätsdienst (SSD).

Unsere Schule

Die Schillerschule, im schönen Stadtteil Sachsenhausen, wurde 1908 gegründet und war das erste Mädchen-Gymnasium in Frankfurt am Main. Mit rund 1.200 Schülerinnen und Schülern und etwa 105 Lehrkräften gehört sie zu den größten Schulen Frankfurts. Seit 2016 ist Claudia Wolff Schulleiterin der Schule. Die Schillerschule ist ein Gymnasium, das einen Bogen zwischen Tradition und Moderne schlägt.

Geschichte des Schulsanitätsdienstes

An der Schillerschule wurde ab Januar 2008 für Schüler der Jahrgangsstufe neun der Kurs „Medizinische Erstversorgung“ (MEV) angeboten. Die Teilnahme an diesem Kurs weckte in einigen Schüler*innen den Wunsch, einen Schulsanitätsdienst aufzubauen und dies führte zum Schulsanitätsdienst in seiner heutigen Form, der im August 2008 seinen Dienst aufnahm.

Was macht der Sanitätsdienst und warum gibt es ihn?

Momentan engagieren sich 28 Schüler der Oberstufe und der Jahrgangsstufe zehn, die von Herrn Feldmar und Frau Rennwanz sowie von Herrn Spohn vom ASB begleitet werden. In erster Linie wollen die Schulsanitäter*innen Schülern, Lehrern und allen anderen an der Schillerschule helfen und alleine schon durch ihre Präsenz ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Die Sanis kümmern sich um Unfälle und Krankheitsfälle aller Art. In der Regel handelt es sich um leichte Verletzungen oder Erkrankungen.

Die Erstausbildung der Schulsanitäter*innen erfolgt zurzeit im Rahmen eines Wahlunterrichts „Schulsanitätsdienst“, der in der Jahrgangsstufe neun (voraussichtlich ab 2020 in Klasse zehn) zweistündig von Herrn Spohn, Frau Rennwanz und Herrn Feldmar erteilt wird. Einige der aktuellen Sanis haben beim ASB auch eine darüber hinausgehende Ausbildung absolviert, den so genannten Sanitätsdienstlehrgang, der auch zum Dienst im Rettungswagen befähigt.

Die Schulsanitäter haben somit eine erweiterte Ausbildung in Erster Hilfe und können besser als andere helfen, bis der Rettungswagen kommt.

Das Grundgerüst zum Helfen: Organisation und regelmäßige Schulungen

Es gibt einen Dienstplan, in dem festgelegt ist, welche Schulsanitäter*innen an welchen Tagen Dienst haben (in der Regel vier bis fünf Sanis). Vor Schulbeginn holen jeweils zwei Sanis ihre Handys im Sekretariat ab, um über dieses durchgängig erreichbar zu sein.

Die meisten Patienten melden sich zunächst im Sekretariat, das die Sanis über das Sani-Handy alarmiert. Für Notfälle haben zudem alle Lehrer*innen die Nummer der Schulsanis.

In den großen Pausen sind häufig zwei Schulsanis im Sani-Zimmer, um sich um Verletzungen oder Magenschmerzen zu kümmern.

Außerhalb der Pausenzeit stehen sie natürlich auch zur Verfügung. Die Erreichbarkeit per Handy ermöglicht ihnen, ganz schnell den erkrankten Patienten behandeln, aber auch betreuen zu können, denn auch für seelische Probleme haben sie immer ein offenes Ohr und versuchen, so gut es geht Hilfe zu leisten.

Der Sanitätsdienst hat natürlich nicht nur den Vorteil der sofortigen Hilfe vor Ort, sondern auch den positiven ,,Nebeneffekt“, dass Eltern, besonders jüngerer Patientinnen und Patienten, sich keine Sorgen um ihre Kinder machen müssen. Denn bei Bedarf werden die Kinder zum Arzt begleitet und solange betreut, bis sie abgeholt werden können.

Zur Wahrung und Verbesserung ihrer Fähigkeiten nehmen die Schulsanitäter*innen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil, die von Herrn Spohn, dem ASB-Schulbetreuer, geleitet werden, und treffen sich alle zwei Wochen zur Besprechung von aufgetretenen Problemen und anderen dienstlichen Fragen in einer großen Pause.

Aktionen

Die Schulsanitäter*innen führen gelegentlich besondere Aktionen durch, etwa die Schulung von Mitschüler*innen in der Stabilen Seitenlage anlässlich des „Schiller hilft“-Tages oder die gerade abgeschlossene Information für Mädchen der Jahrgangstufen sechs und sieben zum Thema Menstruation. Außerdem sind die Sanis regelmäßig am Schulsportfest im Einsatz. 

Im August 2008 nahm der Schulsanitätsdienst an der Schillerschule seinen Dienst auf.

Aus der Oberstufe und der 10. Klasse engagieren sich 28 Schülerinnen und Schüler im Schulsanitätsdienst.

Die Schulsanitäter*innen führen gelegentlich besondere Aktionen durch, etwa die Schulung von Mitschüler*innen in der Stabilen Seitenlage anlässlich des „Schiller hilft“-Tages.

Bilder: Schillerschule Frankfurt am Main

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Autor/Interviewer: Andreas Feldmar und das Saniteam der Schillerschule,