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Datum: Kategorie(n): Sicherheit · Gesundheit · Erste Hilfe/Schulsanitätsdienst · Kita · Drucken

Projekt führt Vorschulkinder an Erste Hilfe heran

Niemand ist zu klein, um Helfer*in zu sein!… ist eine Initiative des Deutschen Jugendrotkreuzes und seit 2013 in der städtischen Kindertagesstätte Mattenberg in Kassel Programm für die Vorschulkinder in der Gesundheitswoche. Claudia Heilemann, Erzieherin in der Kita, ehrenamtliche Sanitäterin beim Deutschen Roten Kreuz Kassel/Land, Leiterin einer Jugendrotkreuz-Gruppe und Erste-Hilfe-Ausbilderin, leitete das zweitägige Projekt an.

Häufig sind die Ängste, etwas falsch zu machen, und die Überforderung durch Stress und Unsicherheit Ursachen für mangelnde Hilfsbereitschaft.

Vorschulkinder rechtzeitig an die Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
heranzuführen, bietet die größte Chance, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, damit sie später als Erwachsene ganz selbstverständlich Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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Erste Hilfe
leisten zu können.

Helfen ist kinderleicht

Wir brachten den Kita-Kindern ganz spielerisch die Grundbegriffe der Ersten Hilfe bei. Sie lernten, einen Notruf abzusetzen, sich am Unfallort richtig zu verhalten sowie die einzelnen Schritte der Rettungskette und deren Bedeutung im Notfall anzuwenden.

Weiterhin wurden die Wichtigkeit der Betreuung und das Trösten der Verletzten besprochen.

Furkan weiß jetzt genau: „Es ist sehr wichtig, bei dem Verletzten zu bleiben, damit er keine Angst hat.“

Pflasterverbände, Verbände mit Dreiecktuch und Verbandpäckchen wurden fleißig geübt. Eine eindrucksvolle Bildsprache hilft den Kindern, die Arbeitsschritte und die Reihenfolge gut zu verstehen.

Luca S. schneidet den Fingerkuppenverband zu und meint dabei: „Wenn ich einen Fingerkuppenverband zuschneide, sieht das aus wie ein Haus und ich muss aufpassen, dass ich nicht auf die Straße (Wundkissen) fasse.“

Emily erläutert, wie ein Verband angelegt wird: „Bei einem Verband muss ich das silberne Viereck auf die Wunde legen und dann um den Arm rollen und rollen, bis der Verband zu Ende ist.“

Yannik findet etwas lustig: „Der Kopfverband mit dem Dreiecktuch sieht aus, als hätten wir Hasenohren.“

Auch die stabile Seitenlage und die dazu gehörige Atemkontrolle werden besprochen und trainiert. Luca T. erläutert ganz genau: „Es ist ganz wichtig, den Kopf nach hinten zu kippen, wenn wir die Atmung hören wollen.“

Aylin weiß sich zu helfen bei der stabilen Seitenlage: „Die stabile Seitenlage ist einfach und wenn ich den Verletzten nicht zu mir drehen kann, stehe ich auf und stell mich hinter ihn und schubse ihn von hinten auf die Seite.“

Ebenso wurde ausprobiert, wie eine Rettungsdecke unter den Verletzten gelegt wird.

Louis hat es gut erkannt: „Dem Verletzten ist kalt, wenn er da auf dem Boden liegt, die Kälte kommt ja auch von unten. Deswegen legen wir die Decke auch unter den Verletzten und nicht nur auf ihn drauf.“

Darüber hinaus wurden die Kinder für Gefahren im Alltag sensibilisiert und erlernten, diese präventiv zu vermeiden.

Anschließend bearbeiteten wir eine Bildergeschichte, die etwas durcheinandergeraten war und die die Kinder in die richtige Reihenfolge bringen sollten. Dabei konnten sie gleich das erworbene Wissen einsetzen.

Alle Kinder sind sich einig: „Nachdem uns Claudia erklärt hat, wie wir helfen müssen, war es ganz einfach, die Geschichte in die richtige Reihenfolge zu bringen.“

Der krönende Abschluss

Zum Abschluss des Projekts bekamen die Kinder der Kita Mattenberg eine Urkunde und als Höhepunkt kam der Rettungswagen des DRK in den Garten der Kita gefahren und alle Kinder konnten diesen erkunden. Eventuelle „schlechte Gefühle“ beim Anblick des Rettungsfahrzeuges waren schnell verflogen. Die Kinder aktiv beteiligt waren, und sie jeden Winkel und alle Funktionen selbst erkunden durften. Alle Vorschulkinder waren mit Eifer an diesem Projekt beteiligt, denn Helfen ist die natürlichste Sache der Welt. Die Vorschulkinder im nächsten Kindergartenjahr freuen sich schon auf die Gesundheitswoche im Jahr 2020, wenn es für sie heißt: „Niemand ist zu klein, um Helfer*in zu sein.“

inform Ausgabe 3/2019

Stolz posieren die Teilnehmer*innen der Gesundheitswoche vor dem Rettungswagen der DRK: Es gilt, die Kindern möglichst früh und vorbehaltlos an die Erste Hilfe nennt man die Erstversorgung eines Verletzten, bevor ärztliche Hilfe wirksam wird.
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heranzuführen.

Bild 1: Yannick: „Der Kopfverband mit dem Dreiecktuch sieht aus, als hätten wir Hasenohren.“ Bild 2: Alle dürfen auch mal Opfer spielen. Bild 3: Das können schon Kita-Kinder: Fingerverbände korrekt anlegen! Bilder: Kindertagesstätte Mattenberg

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Autor/Interviewer: Claudia Heilemann, E-Mail: kita.mattenberg@kassel.de