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Datum: Kategorie(n): Versicherungsschutz · Leistungen UKH · Versicherungsschutz · Gesundheit · Mitgliedschaft UKH · Sicherheit · Drucken

Unfallschutz während der Elternzeit

Immer häufiger nehmen Eltern das Angebot der Elternzeit in Anspruch und lassen sich unbezahlt von der Arbeit freistellen. Während der Elternzeit besteht das Beschäftigungsverhältnis fort. Aus diesem Grund stehen Eltern auch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie in dieser Zeit ausnahmsweise für ihren Arbeitgeber tätig sind.

Während der Elternzeit sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer grundsätzlich dann versichert, wenn sie etwas tun, was mit ihrem Beschäftigungsverhältnis in einem inneren Zusammenhang steht. Was heißt das konkret? Wir haben für Sie kurz die wichtigsten Infos zum Thema „Unfallschutz während der Elternzeit“ zusammengetragen.

Welche Tätigkeiten sind versichert?

Unfallversicherungsschutz besteht bei allen Arbeiten, die konkret aufgrund eines Auftrags oder einer Bitte des Arbeitgebers geleistet werden. Das gleiche gilt für den Besuch einer vom Arbeitgeber organisierten Schulung oder eines Lehrgangs.

Auch die Teilnahme an einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung, wie Betriebsausflug oder Weihnachtsfeier, ist versichert. Denn diese erhalten und stärken den innerbetrieblichen Zusammenhalt. Dies ist besonders für Personen in Elternzeit wichtig.

Natürlich sind auch alle Wege, die mit diesen Anlässen verbunden sind, versichert. Unfallversicherungsschutz besteht allerdings nicht bei jedem Besuch in der Firma.

Kein Unfallschutz beim Betriebssport!

Die Teilnahme am Betriebssport gilt als versicherte Tätigkeit und unterliegt dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn er darauf abzielt, den beruflich bedingten körperlichen oder geistigen Belastungen entgegenzuwirken.
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Betriebssport
während der Elternzeit steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Gesetzgeber argumentiert: Sinn und Zweck des Betriebssports ist die Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer*innen durch die sportliche Betätigung. Diese dient dem Ausgleich für die körperliche und geistige Belastung am Arbeitsplatz. Dieser Sinn und Zweck entfällt jedoch, wenn Arbeitnehmer in Elternzeit sind. Wenn sie Sport treiben, steht das private Interesse im Vordergrund.

Wichtig ist außerdem zu wissen: Der private Besuch im Büro, um Kolleginnen und Kollegen den Nachwuchs vorzustellen, ist nicht unfallversichert.

Was ist zu tun?

Wie lassen sich private und dienstliche Belange voneinander abgrenzen? Hilfreich ist es auf jeden Fall, den beabsichtigten Einsatz für den Arbeitgeber im Vorfeld zu dokumentieren, zum Beispiel durch eine E-Mail. Das hilft Missverständnisse zu vermeiden und erleichtert im Ernstfall die Feststellung des Unfallschutzes.

 

inform Ausgabe 4/2018

Der private Besuch im Büro, um den Nachwuchs vorzustellen, ist nicht unfallversichert. Bild: ©Adobe Stock, detailblick-foto

Datum: Kategorie(n): Versicherungsschutz · Leistungen UKH · Versicherungsschutz · Gesundheit · Mitgliedschaft UKH · Sicherheit · Drucken
Autor/Interviewer: Thiemo Gartz, E-Mail: t.gartz@ukh.de