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Datum: Kategorie(n): Sicherheit · Mitgliedschaft UKH · Gesundheit · Drucken

Wertvolle Netzwerke: Bürgermeisterin Angelika Beckenbach aus Abtsteinach

Netzwerke sind Strukturen, die durch Verbindungen miteinander in Beziehung stehen. „Networking“ bedeutet in der Geschäftswelt: sich austauschen, gemeinsam Lösungen finden, statt allein Probleme zu wälzen, Feedback und Zugang zu Spezialwissen erhalten und so sein Fachwissen und vielleicht sogar seinen Horizont erweitern. Wir stellen Ihnen erfolgreiche hessische Netzwerker*innen vor, die die Angebote der Unfallkasse Hessen zur Optimierung von Sicherheit und Gesundheit in ihrer Kommune nutzen – heute Angelika Beckenbach aus Abtsteinach.

Abtsteinach ist mit rund 2.400 Einwohnern die kleinste Gemeinde im Kreis Bergstraße. Mit drei Ortsteilen liegt der Ort mitten im Erholungsgebiet des UNESCO Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Er ist ein beliebtes Ziel von Naturfreunden, Besuchern und Touristen, die sich eine angenehme und erholsame Zeit gönnen möchten. Bei Wanderungen auf die fünf Abtsteinach umgebenden „Berge“, die jeweils mehr als 500 Meter hoch sind, bieten sich herrliche Ausblicke in die Rhein-Ebene. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang auf dem Kunstwanderweg oder ein Besuch der Kirchenruine Lichtenklingen, um die sich etliche Sagen und Legenden ranken.

Urige Gaststätten und Cafés erwarten die Besucher und verwöhnen diese sowohl mit regionalen Köstlichkeiten als auch mit internationaler Küche. Abtsteinach bietet seinen Bürger*innen alles, was diese zum Leben brauchen: Neben zwei Ärzten, einem Zahnarzt, Apotheke, Post und zwei Banken findet man eine Fahrschule und Einkaufsmöglichkeiten der Grundversorgung vor. Es gibt eine Grundschule im Ort und eine Kinderbetreuungseinrichtung. Ein reges Vereinsleben mitsamt Freiwilliger Feuerwehr komplettiert das Angebot. Im Winter stehen gespurte Loipen und Rodelbahnen zur Verfügung, für Mitglieder des Skivereins sogar eine Abfahrt samt Lift und Après-Ski-Hütte. Ein wichtiger Standortvorteil sind auch die rund 600 Arbeitsplätze im Ort. Und man geht auch beim schnellen Internet mit der Zeit und bietet den Nutzern ein kommunales Glasfasernetz mit 50 Mbit an.

Die sehr gute ÖPNV-Anbindung nach Weinheim und Wald-Michelbach und die Nähe zu Mannheim und Heidelberg machen den Ort zudem äußerst attraktiv als Wohnortgemeinde. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Historie

Die Silbe „Abt“ und der Abtstab im Wappen der Gemeinde verraten es: Der Ort wurde als Besitztum des Klosters Lorsch gegründet und blickte im Jubiläumsjahr 2012 auf eine 1.000-jährige Geschichte zurück. Bekannt wurde Abtsteinach in den vergangenen Jahrhunderten durch seine Buntsandsteinbrüche, aus deren rotem Sandstein viele Kirchen und Stadthäuser in Mitteldeutschland erbaut wurden.

Geblieben sind bis heute (Kunst-) Handwerksbetriebe, die über die regionalen Grenzen hinaus bekannt sind. Es sind aber auch die uralten Sandsteinkreuze, Bildstöcke und kleinen Marien-Gotteshäusel an den Häusern, die sehenswerte Bonifatiuskirche aus dem 17. Jahrhundert sowie die kleine Sandsteinkapelle in Unter-Abtsteinach, die von der Geschichte des Ortes zeugen.

„Überwald zaubert ein Lächeln“

Der Überwald liegt im Südosten des Kreises Bergstraße zwischen Vorderem und Hinterem Odenwald und umfasst die Gemeinden Abtsteinach, Grasellenbach und Wald-Michelbach. Wald-Michelbach ist der zentrale Ort des Überwaldes.

Der Name wurde wahrscheinlich zuerst von den Bewohnern des benachbarten Weschnitztals benutzt. Die Blickrichtung aus diesem Tal geht über den Höhenzug der Tromm „über den Wald“ in Richtung der höher gelegenen Ortschaften Wald-Michelbach, Abtsteinach und Grasellenbach. Die drei Überwälder Gemeinden haben eine Zusammenarbeit im Bereich Tourismus, Wirtschaftsservice und Gründerzentrum unter dem gemeinsamen Dach der „Zukunftsoffensive Überwald“ vereinbart.

Die Bürgermeisterin

Die parteilose Angelika Beckenbach, 50, trat ihr Amt zum 1. Juli 2017 an. Die verheiratete Mutter zweier Söhne im Alter von 15 und 18 Jahren wohnt seit 1994 in Abtsteinach. Sie fährt leidenschaftlich gern Rad und im Winter Ski.

Die Verwaltungswirtin und Buchhalterin kommunal hatte 29 Jahre im Rathaus der Stadt Hirschhorn am Neckar, zuletzt im Bereich Finanzen, gearbeitet, bevor sie sich entschloss, als hauptamtliche Bürgermeisterin anzutreten. Angelika Beckenbach brachte dafür eine gute Wissens- und Erfahrungsgrundlage mit, hatte sie sich doch bereits 15 Jahre lang ehrenamtlich in der Gemeindevertretung engagiert.

Angelika Beckenbach: „Ich habe eine gut aufgestellte Gemeinde mit soliden Finanzen übernommen, die bereits viel investiert hatte, z. B. in die Sanierung der kompletten Wasserversorgung und vieler Straßen. Auch waren bereits die Weichen gestellt für den neuen Ortsmittelpunkt mit einem Gebäudekomplex für betreutes Wohnen und weiterer Infrastruktur, z. B. einem Gemeinschaftsraum, der auch von den Ortsvereinen genutzt werden kann, einem Gewerberaum und einer Arztpraxis. Die Umsetzung des Projekts hat gerade am Anfang meiner Amtszeit viel Zeit in Anspruch genommen. “

Gefragt nach ihren Schwerpunkten bzw. ihren Zielen, antwortet die Bürgermeisterin: „Zwar hatte ich mir perspektivisch einige Ziele gesetzt, die ich schneller umsetzen wollte, doch der Alltag zeigt, dass die Umsetzung der laufenden und beschlossenen Projekte Zeit braucht. Umso mehr freut es mich, dass wir seit dem vergangenen Jahr Ferienspiele in Abtsteinach anbieten können.

Als nächste wichtige Projekte stehen der Neubau des Feuerwehrhauses sowie die Neuschaffung von Kita-Plätzen an. Wir wachsen zusehends, haben viele Anfragen nach Bauplätzen und eine lange Warteliste für Kita-Plätze.“

Angelika Beckenbach hat bereits vieles angestoßen und sorgt in enger Abstimmung mit allen Fraktionen für die möglichst reibungslose Verwirklichung.

Bindeglied zwischen Bürger*innen und Verwaltung

„Ich möchte gute Lebensbedingungen in Abtsteinach schaffen bei gleichzeitig möglichst ausgeglichenem Haushalt. Mein Ziel ist die Zukunftssicherheit der Gemeinde mit Bewahrung des ländlichen Charmes und unbedingter Beachtung der Naturverträglichkeit. Als Bürgermeisterin bin ich quasi nie „privat“ hier unterwegs und das finde ich ganz hervorragend. Die Menschen sprechen mich an, schildern mir ihre Sorgen und Nöte, auch in privaten Angelegenheiten, und vertrauen darauf, dass ich helfen kann und mich für sie einsetze. Das ist ein großer Vertrauensbeweis, auf den ich sehr stolz bin. Ich verstehe mich als Dienstleisterin für die Bürger und Bürgerinnen. Nicht alle Wünsche können erfüllt werden, aber es ist mir ein Herzensanliegen, gute Kompromisse zu finden, die alle Seiten möglichst zufriedenstellen. Natur und Umwelt liegen mir sehr am Herzen, schließlich gründet unser Erfolg als Urlaubsregion und hervorragender Wohnstandort darauf. Es gilt also, Wohn- und Bauflächen zu erschließen, ohne unsere Natur mehr als unbedingt nötig zu beanspruchen.“

Netzwerk Bürgermeister und UKH

Gefragt nach der Umsetzung der Themen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, antwortet die Bürgermeisterin: „Die fünf Kollegen des Bauhofs und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr stehen beim Arbeitsschutz natürlich bei uns im Fokus. Eine Konsequenz ist aktuell der Neubau des gemeinsamen Feuerwehrhauses mit beratender Unterstützung durch die UKH, da unsere beiden Häuser in den Ortsteilen nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprechen. Glücklicherweise hatten und haben wir keine schweren Unfälle zu beklagen.

Ebenso wichtig ist für mich die Zusammenarbeit mit der UKH im Bereich Ehrenamt. Ohne die ehrenamtlich engagierten Menschen kann keine Gemeinde viel bewirken. Umso wichtiger ist für mich der gute Versicherungsschutz der UKH für das Ehrenamt, aber auch für private Pflegepersonen. Als Bürgermeisterin ist mir meine Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit meiner Kolleginnen und Kollegen und auch für die gute Absicherung der Helfer*innen bewusst. Mit der UKH habe ich eine Partnerin an der Seite, die mir eine großes Gefühl von Sicherheit vermittelt.“

 

inform Ausgabe 4/2018

Die parteilose Angelika Beckenbach, 50, trat ihr Amt zum 1. Juli 2017 an.

Bewegungsangebote für Groß, Klein, Jung und Alt bietet der im Grünen gelegene Alla-Hopp-Platz.

Angelika Beckenbach: "Natur und Umwelt liegen mir sehr am Herzen, schließlich gründet unser Erfolg als Urlaubsregion und hervorragender Wohnstandort darauf. Es gilt also, Wohn- und Bauflächen zu erschließen, ohne unsere Natur mehr als unbedingt nötig zu beanspruchen.“

Angelika Beckenbach: "Das hohe ehrenamtliche Engagement in Abtsteinach ist ein unverzichtbarer Mehrwert für unsere Gemeinde." Fotos: Jürgen Kornaker für Unfallkasse Hessen

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Autor/Interviewer: Sabine Longerich, E-Mail: s.longerich@ukh.de